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Veranstaltungen 2009

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10 Jahre Magazin "Neue Töne" auf Radio LOTTE Weimar
 

Seit Gründung des nichtkommerziellen Senders "Radio LOTTE Weimar" im Jahre 1999 gibt es das wöchentliche Magazin "Neue Töne", das jeden Mittwoch von 23.00 bis 24.00 Uhr ausgestrahlt und von weiteren Offenen Kanälen übernommen wird. Als Livestream kann es darüber hinaus weltweit im Internet empfangen werden. Weit über 500 Sendungen haben sich in den letzten zehn Jahren der Vermittlung zeitgenössischer Musik und der Erprobung neuer radiophoner Formen  gewidmet. Aus diesem Anlass gestaltet Moderator Michael von Hintzenstern am 30. Dezember um 23.00 Uhr eine Rückblickssendung, in der an herausragende Projekte wie z. B. die "Avantgardistische Hausmusik als Hausgerätemusik" vor fünf Jahren erinnert wird.

Zugleich bietet das Jubiläum Gelegenheit, dem Moderatoren-Team Harriet Oelers, Thomas Uwe Steinbrück, Anna Schürmer und Birgit Wertenson für ihre kreative Mitarbeit zu danken, die das Spektrum der "Neuen Töne" in den letzten Jahren bereicherte.

In Zukunft ist geplant, Live-Performances im "Großen Sendesaal" im Nike-Tempel zu gestalten.



Thüringer Komponist Peter Helmut Lang
für den British Composer Award nominiert


Der Weimarer Komponist Peter Helmut Lang wurde mit seinem Werk Dominoeffekt als Finalist für den British Composer Award 2009 in der Kategorie Internationale Komponisten nominiert.

Die Komposition Dominoeffekt für Quintett in der Besetzung Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier war ein Auftragswerk, finanziert durch die Staatskanzlei Thüringen und Teil eines Aus- tauschprogramms mit zeitgenössischen deutschen und englischen Komponisten. Die Uraufführung fand am 10. April 2008 im Ware- house in London statt, es spielte das Uroboros Ensemble unter Leitung von Gwyn Pritchard. Anschließend wurde das Programm in Thüringen während der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik wiederholt.

Peter Helmut Lang lebt als freischaffender Komponist, Pianist und Musiklehrer in Weimar. Zum Werk Dominoeffekt ließ er sich vom Kunstfilm „Der Lauf der Dinge“ des Schweizer Filmemacherduos Peter Fischli und David Weiss inspirieren. Der Film stellt eine lange Kette aus physikalischen, chemischen oder pyrotechnischen Reaktionen, die sich nacheinander auslösen, dokumentarisch dar. In einigen Momenten des Quintetts meint man entsprechend einen Dominostein zu hören, wie er steht, langsam umfällt - und eine Reihe weitere Steine zum Umfallen bringt. So scheint auch in der Musik alles eine Reaktion aufeinander zu sein. Dabei ist „Dominoeffekt“ aber mehr als nur eine Darstellung physikalischer Vorgänge. Eine poetische Qualität in der Musik erlaubt dem Zuhörer seine eigenen Bilder und Vorstellungen zu finden.

Der British Composer Award wird jährlich ausgerichtet von BASCA, der British Academy of Songwriters, Composers and Authors und verleiht Preise in verschiedenen Kategorien wie Orchesterwerk, Bühnenwerk oder Sonic Art.

Die Preisverleihung fand am 1. Dezember in London statt. Am Ende musste Lang dem amerikanischen Komponisten John Adams den Vortritt lassen, der für seine Oper „Doctor Atomic“ geehrt wurde. Da selbst eine Bewerbung von Wolfgang Rihm nicht in die Finalrunde kam, kann der junge Komponist Lang jedoch schon auf die Nominierung unter internationalen Größen stolz sein.



Förderpreis des Sächsischen Initiativpreises
für Kunst und Kultur 2009

geht an das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig.


Das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig e.V. ist mit dem Förderpreis des Sächsischen Initiativpreises für Kunst und Kultur 2009 des Freistaates Sachsen ausgezeichnet worden. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde am 8. November 2009 von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des 7. Sächsischen Stiftungstages in Dresden verliehen.

Das FZML wird damit für das Beschreiten „neuer Wege bei Konzeption und Betrieb, speziell im Hinblick auf die Finanzierungs-, Organisations- und Rechtsform sowie bei der Entwicklung neuer Programme“ ausgezeichnet. „Ziel ist es, einen Anreiz für neue Formen der kulturellen Entwicklung in Sachsen schaffen und in der Öffentlichkeit auf vorbildliche Initiativen hinzuweisen“, so Ralph Lindner, Stiftungsdirektor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Für das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig ist dieser Preis bereits die zweite Auszeichnung in diesem Jahr. Im Rahmen des Deutschen Präventionstages wurde dem FZML am 18. Juni 2009 der Sonderpreis “Schule der Toleranz” für eine Workshopreihe im Rahmen der “Internationalen Woche gegen Rassismus” verliehen. Der Kriminalpräventive Rat der Stadt Leipzig und die Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention prämiert mit diesem Preis in der Regel Schulen, deren Schüler, Lehrer und Eltern sich besonders mit den Themen Demokratieverständnis, Toleranz, Gewalt und Rechtsextremismus auseinandersetzen und sich in innovativen Projekten engagieren. Der Preis ehrt das innovative pädagogische Vermittlungsprojekt »BILD DIR DEINE MEINUNG« des Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig (FZML).

Weitere Informationen unter www.fzml.de

 

Gewinner des 2. Landeswettbewerbes
„Jugend komponiert“ 2009
 


"Für jede Komponistin und jeden Komponisten ist es ein großartiger Moment, wenn das selbst erdachte Werk zum ersten Mal aufgeführt wird. Die Bleistiftmusik wird lebendig. Das Werk verlässt seinen Schöpfer, wird von den Musikern interpretiert, teilt sich anderen Menschen mit und kehrt so auch auf ganz neue Weise zu seinem eigenen Schöpfer zurück. Es ist Teil des Projektes „Jugend komponiert“ euch und ihnen ein solches Erlebnis zu ermöglichen." Mit diesen Worten begann das Grußwort von Dr. Helge Wittmann, Vertreter der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen anläss- lich der Preisverleihung des 2. Landeswettbewerbes "Jugend komponiert" 2009 am 11. Oktober 2009 in der Landes- musikakademie Sondershausen. Gemeinsam mit dem Landesmusikrat Thüringen und dem Thüringer Kultusministerium ermöglichte die Stiftung diesen Wettbewerb, der junge Komponisten in Ihrem Bestreben ermutigen, begleiten und fördern möchte. 

Die Gewinner sind: 

Kategorie A 

2. Preis: Tim Führer, Wutha-Farnroda (*1990)
für Cyclus Montis – pars primus – Entschlossenheit
für Oboe, Cello und Klavier 

2. Preis: Patrick Schäfer, Augsburg (*1993)
für Triosonate für Klarinette, Cello und Klavier 

3. Preis: David Osten, Altenburg (*1992)
für quiescent. Miniatur für Violoncello und Klavier 

Förderpreis: Torsten Bischof, Erfurt (*1989)
für Rotospherical (Linos Wondrous Adventure)
für Elektroakustik 


Kategorie B
 

Förderpreis: Torsten Bischof, Erfurt (*1989)
für Das Beste, was es gibt
für Klavier und Vocals 

Förderpreis: Stephan Ostermann, Nordhausen (*1990)
für A Next Hope 



Der Wink mit dem elektroakustischen Zaunpfahl: Dresdner und Weimarer Studierende geben gemeinsames Konzert  

 
Ein neue Kooperation trägt klingende Früchte: Das gemeinsame Studio für elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik Franz Liszt und der Bauhaus-Universität Weimar war vergangene Woche zu Gast beim Studio für Elektronische Musik der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden. Nun folgt die Gegeneinladung: Frisch aus den Tüftelstudios präsentieren Dresdner und Weimarer Kompositions- und Musikstudierende am Dienstag, 12. Januar um 19:30 Uhr im Werkstatt-Studio des SeaM in der Coudraystrasse 13a (Erdgeschoss) neue Werke – z. B. für Oboe und Elektronik, zwei Flügel mit elektronischem Zuspiel oder für ein 23-kanaliges Orchester aus Lautsprechern. Häufig sitzen die Komponisten selbst als Klangregisseure am Mischpult. Der Eintritt ist frei.
 
Man darf gespannt sein auf Kompositionen mit Titeln wie „Nummer Zwei oder der Wink mit dem Zaunpfahl“ (Daniel Schulz), „Maschinarium“ (Christian Helm) und „Blue Water, Dark Sky“ (Jorge García del Valle Méndez). Außerdem werden unter anderem Franz Martin Olbrischs „studi & speaker. Musik für Akusmonium“ sowie Anton Aslamas’ „Aus alten Zeiten“ für zweikanaliges Tonband zu hören sein.
 
Das SeaM Weimar, unter der Leitung von Professor Robin Minard, bietet vielseitige Möglichkeiten für die Produktion elektroakustischer Musik – häufig in spartenübergreifenden, multimedialen Zusammenhängen. Während die Elektroniker aus Dresden bevorzugt direkt beim Konzert Aufgenommenes verarbeiten und so Originalklang und verändertes Abbild einander gegenüberstellen, wird in Weimar meist schon vor dem Konzert aufgenommen: Im Konzertsaal entstehen dadurch verschiedene (räumliche) Möglichkeiten der Klangwiedergabe, außerdem können so vermehrt Klangmaterialien unterschiedlichster Herkunft und Länder in den Konzertsaal hineingetragen werden.



Geboren aus dem Widerstand

20 Jahre “Klang Projekte Weimar” als Träger des dienstältesten Festivals Neuer Musik in Thüringen
 

Dem 20-jährigen Bestehen der Klang Projekte Weimar ist am 9. Dezember um 23 Uhr eine einstündige Sendung von Radio LOTTE Weimar gewidmet, die über Livestream weltweit im Internet empfangen werden kann.

Die “Unabhängige Vereinigung für Musik der Gegenwart”  wurde am 9. Dezember 1989 im Zeichen der politischen Wende gegründet, "um frei von ideologischer Beeinflussung eigenständig für zeitgenössische Musik einzutreten". Vorausgegangen waren 1988/89  zwei "semi-legale" Festivals, die in der Nische der Denstedter Dorfkirche stattfanden. Basis dieser Bemühungen waren die Aktivitäten des seit 1980 bestehenden "Ensembles für Intuitive Musik Weimar" (EFIM), dass sich in Kirchen oder illegalen Galerien um Aufführungen tabuisierter Avantgardemusik vor allem westlicher Provenienz bemühte.

Als Initiator fungierte der Organist Michael von Hintzenstern, der als Preisträger des Internationalen Kompositionswettbewerbes 1976 in Boswil (Schweiz) einen Studienaufenthalt nutzte, um ein internationales Kontaktnetz aufzubauen. Dabei ging es zugleich um eine Intensivierung der internationalen und deutsch-deutschen Kulturkontakte. Dafür steht an erster Stelle der Name des in der DDR tabuisierten Komponisten Karlheinz Stockhausen, mit dem Michael von Hintzenstern seit 1970 korrespondierte und den er erstmals am 16.12.1976 in Kürten treffen konnte.

Bei den 1. Tagen Neuer Musik (30.08. bis 01.09.1988)  fanden anlässlich des 60. Geburtstages von Stockhausen sechs Konzerte mit 22 Werken des Komponisten (6 DDR-Erstaufführungen) mit dem Kölner Solisten Markus Stockhausen (Trompete/ Flügelhorn)  und  EFIM  statt. Die 2. Tage Neuer Musik (15. bis 17. September 1989) widmeten dem Komponisten und Obertonsänger Michael Vetter (Freiburg im Breisgau) acht Konzerte und ein Interpretationsseminar. Seit 1990 ist das Festival offizieller Bestandteil des Weimarer Musiklebens und widmet sich jeweils einem speziellen Thema. Ehrenpatrone des gemeinnützigen Vereins wurden seither Karlheinz Stockhausen (Köln), Francis Dhomont (Paris) und Henry Pousseur (Waterloo).

Seit 1992 veranstalten die Klang Projekte Weimar außerdem die Konzertreihe "Neue Wege zur Musik - Wege zur Neuen Musik", die das Ziel verfolgt, die Klassikerstadt und weitere Orte Thüringens für zeitgenössische Musik zu erschließen. Dabei sind sie stets auf der Suche nach "besonderen Orten", wie z. B. dem Steinbruch Ehringsdorf. Der Aktionsradius reicht von Altenburg bis Meiningen, von Posterstein bis Sondershausen. Als Partner fungieren Kulturvereine ebenso wie Kirchgemeinden, aber auch die Thüringer Landesvertretungen beim Bund in Berlin oder bei der EU in Brüssel.

Neu gegründet wurde 2009 die Konzertreihe KLANG RAUSCH ORGEL mit zunächst drei Veranstaltungen in Erfurt, Denstedt und Weimar. Dies reiht sich in das Gesamtkonzept ein, zum Teil nur noch temporär für Gottesdienste genutzte Kirchen als “Kulturorte” (Ausstellungen, Klanginstallationen, Konzerte) zu nutzen..

Seit August 1999 dient die wöchentliche Sendung NEUE TÖNE (jeden Mittwoch, 23.00 bis 0.00 Uhr) auf Radio LOTTE Weimar  der Vermittliung zeitgenössischer Musik, der Erpobung neuer radiphoner Formen sowie der Präsentation regionaler, nationaler und internationaler Komponisten, Ensembles und  Werke. Bisher wurden weit über 500 Sendungen ausgestrahlt. Nun wird das eigene Jubiläum beleuchtet!

www.radiolotte.de
www.neue-musik-thueringen.de

 
 

Uraufführungen von Johannes Wallmann


Die klangwerkstatt weimar hat am 27.10.2009 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie H. Johannes Wallmanns Reiner Kunze- Zyklus DER BLAUE VOGEL erfolgreich teiluraufgeführt. Die 2. Teiluraufführung findet am 25.11.2009 um 20:00 in der Kampnagel-Fabrik in Hamburg statt.

Beide Konzerte wurden vom Rundfunk mitgeschnitten und werden zu folgenden Terminen gesendet: 

19.12.2009 22:00  NDR Kultur
20.12.2009 21:05  Deutschlandfunk

 

"Wozzeck" von Alban Berg

Premiere am Sonntag, 29. November, 19.00 Uhr im Landestheater Altenburg


Es ist fast achtzig Jahre her, da stand die Oper „Wozzeck“ von Alban Berg schon einmal auf dem Spielplan des Geraer Theaters. Die Premiere am 11. November 1930 wurde zum Riesenerfolg für die Mitwirkenden und ein Meilenstein auf dem Weg des Werkes ins Repertoire. Eingeladen von Erbprinz Heinrich Reuß XLV., war der Komponist höchstpersönlich anwesend. Er hatte seinen berühmten „Wozzeck“-Vortrag gehalten und war hocherfreut von den überzeugenden Aufführungen. Und er konnte erleben, wie sich der Siegeszug seiner Oper, die nach der Berliner Uraufführung von 1925 in Prag und Leningrad für Furore gesorgt hatte, auch auf kleineren Bühnen fortsetzte.

Die Verbindung von sozialer Thematik und avanciertem Komponieren machte sie bald zum herausragenden Meisterwerk des modernen Musiktheaters. Bis sie als „entartete Kunst“ unters Verdikt der Nazis fiel. Alban Berg hat Georg Büchners „Woyzeck“ 1914 in Wien gesehen – jenes szenische Fragment, mit dem der 23-jährige Dichter und Revolutionär die deutsche Dramatik revolutionierte. Es zeigt das Los eines Mannes, der zum Mörder seiner Geliebten wird und der doch selbst ein Opfer ist. „Das Schicksal des von aller Welt ausgenützten und gequälten armen Menschen“ hat Berg ebenso erschüttert, wie ihn der „emotionale Stimmungshalt der einzelnen Szenen“ faszinierte. Er hat die losen Szenen Büchners zu einem Libretto mit drei Akten und 15 Szenen geordnet. Und für die Vertonung wählte er – völlig neuartig - Formen der Instrumentalmusik: Fünf Charakterstücke, eine Symphonie in fünf Sätzen und sechs Inventionen vollziehen die dramatischen Zuspitzungen eindringlich nach und entwickeln mit gestischer Prägnanz, lyrischer Zartheit und dem „großen Ton“ Mahlers eine immense Bühnenwirksamkeit und Ausdrucksstärke.

Die Neuinszenierung durch Generalintendant Prof. Matthias Oldag wird durch die Frage bestimmt, wie diese explosive Mischung von Sozialkritik, Psychodrama und Eifersuchtstragödie in unserer Zeit wirkt. Atmosphärisch dicht bebildert wird diese originelle und provokante Sichtweise durch die Bühne von Thomas Gruber und die Kostüme von Hendrike Bromber. Die musikalische Leitung hat GMD Eric Solén am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera. Und die Hauptrollen sind mit Andreas Scheibner/Teruhiko Komori (Wozzeck), Franziska Rauch (Marie) und Jürgen Müller (Tambourmajor) erstklassig besetzt. 
 


Singende Kuckucksuhren

Erwin Staches Klanginstallationen bis 15. November in Weimar


Im Innenhof der Kaufstrasse 9 in Weimar sind noch bis 15. November  Erwin Staches überaus originelle Klanginstallationen  "Kuckucksuhrenorchester" und "Waschmaschinenprogrammschei- benorchester"  zu erleben. Neben dem "Thüringer Spezialitäten- markt" sind diese über  einen separaten Zugang erreichbar. Eingeladen sind alle Interessierten und ganz besonders Familien mit  ihren Kindern! Der Eintritt ist frei!


Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, jeweils 17 bis 19 Uhr -
oder  nach telefonischer Vereinbarung, Telefon: 03643/ 5 34 20.


Die beschädigte Klanginsel auf dem Goetheplatz wurde inzwischen abgebaut.
 


22. Tage Neuer Musik in Weimar (29.10. - 01.11.2009)

"Bauhaus-Impulse: Von Lászlo Moholy-Nagy zu John Cage"


Im Zentrum der 22. Tage Neuer Musik in Weimar (29.10. bis 01.11.2009) stehen anlässlich des Jubiläums “90 Jahre Bauhaus Weimar” die Visionen des Bauhausmeisters Lászlo Moholy-Nagy, der bereits Mitte der 20er-Jahre eine Synthese von Form, Bewegung, Ton, Licht und Farbe anstrebte. Er suchte verbindende Kettenglieder zwischen diesen Elementen, um aus ihrer Wechselwirkung etwas Neues entstehen zu lassen.

Es dürfte kein Zufall sein, dass Moholy-Nagy den Schönberg-Schüler John Cage 1941 zu einem Kurs in experimenteller Musik in die "School of Design" in Chicago einlud. In dieser dem Geist des Bauhauses verpflichteten Institution referierte der Erfinder des präparierten Klaviers über "Erkundung und Gebrauch neuer Klangmaterialien. Als er 1948 am Black Mountain College (BMC) in North Carolina einen Lehrauftrag übernahm, stieß er auf Einflüsse der einstigen Bauhäusler Josef Albers und Xanti Schawinsky. Letzterer hatte an der Bühnenklasse bereits 1937/38 unter dem Titel "Spectodrama" eine neue Theaterkonzeption entwickelt, in der Grundphänomene wie Form, Farbe, Klang, Sprache, Musik, Zeit, Raum und Illusion untersucht wurden. So mag es nur als logische Konsequenz erscheinen, dass Cage dort 1952 sein erstes Happening realisierte!

Der Komponist Stefan Wolpe, der in Weimar die Kurse von Johannes Itten, Paul Klee und Lászlo Moholy-Nagy besucht hatte, wirkte von 1952-1956 ebenfalls als Musiklehrer am Black Mountain College. Ihn beeindruckten die Visionen Moholy-Nagys, der sich um eine künstlerische Nutzung der neuen technischen Medien bemühte.

Auf dem Programm der „Bauhaus-Impulse“ stehen sechs Konzerte sowie drei Installationen von Erwin Stache, die Musikmaschinen- theater der besonderen Art liefern.   


Programmübersicht:

Donnerstag, 29. Oktober, 20.00 Uhr: “Drahtig, elektrisch, abgefahren” - Erwin Stache und Gruppe Atonor (Leipzig).
Im Anschluß (ca. 21.30 Uhr): Klangprozession in die Kaufstrasse 9/11 zur Eröffnung der Klanginstallationen von Erwin Stache.

Freitag, 30. Oktober, 19.00 Uhr: Von Bach bis Bauhaus und danach -Veronika Jochum von Moltke (Boston), Klavier.
21.00 Uhr: 200 Anschläge pro Sekunde - Phonola-Konzert mit Wolfgang Heisig.

Sonnabend, 31. Oktober, 19.30 Uhr: POLYVISION (2009) für Tanz, Projektion und Ensemble - Hans-Georg Lenhart (Berlin), Tanz, Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM).
21.00 Uhr: Internationale Tendenzen elektroakustischer Musik - Klangregie: Hans Tutschku (Boston).

Sonntag, 1. November, 20.00 Uhr: Vom Bauhaus nach Black Mountain. Werke von Stefan Wolpe und John Cage. Jürgen Kruse, Klavier, und Helios-Streichquartett (Stuttgart).


Installationen von Erwin Stache zum Bauhausjahr:


83,7 Kilo Ohm - Interaktive Klanginsel, Goetheplatz,
24.10. bis 01.11.09; “Kuckucksuhrenorchester”
& “Waschmaschinenprogrammscheibenorchester”,
Kaufstrasse 9/11,  30.10. bis 15.11., Mi bis So, 17 bis 19 Uhr.
 

Kontakt:
Klang Projekte Weimar e.V.,
Telefon: 03643 / 5 34 20,
E-Mail: hintzenstern@gmx.de

Kartenverkauf:
Tourist-Information (Markt 10) oder
30 Minuten vor Konzertbeginn!
Preise: 8 Euro – Vorverkauf: 7 Euro,
ermäßigt: 6 Euro – Vorverkauf: 5 Euro

www.neue-musik-thueringen.de

 

September 2009

BAUHAUS-MUSIK 2009 -
5 Konzerte der klangwerkstatt weimar

 
En avant! Die Klangwerkstatt ist im Bauhaus: Diese ungeheuer interessante, ideengeschwängerte Zeit ist reif dafür zu etwas positiv Neuem zusammengehämmert zu werden... (Walter Gropius)

Der Hammer fällt in neuem Klang. Die Konzerte greifen Ideen, Themen, Namen rund um das musikalische Bauhaus auf um die Töne im Schmelztiegel experimenteller Geister neu zu gießen. Vertrautes mischt sich mit Unbekanntem und öffnet neue Räume. Treten Sie ein!


Freitag, 18.09.2009 - geBAUter Rhythmus, 20.00 Uhr, Weimar, Schießhaus

Igor Strawinsky - Le Sacre du Printemps in der Bearbeitung des Komponisten, Claude Debussy - Six epigraphes antiques, Béla Bartók - Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug (1937)

Jeder, glaube ich, der ans Bauhaus kommt, erlebt eine Wandlung. Die innere Temperatur hängt allerdings vom Siedepunkt des einzelnen ab. Und das ist der ganze Witz. [...] Das verlangen nach Klarheit wird immer wichtiger in uns. Also Mut und Klarheit, meine Herrschaften! [...] Hier ist ein neues Feld für Eure Phantasie, merkt ihr’s? Steht auf, es ist Auferstehung! (Alexander Schawinsky)

Freitag, 25.09.2009 - Komponisten der Bauhauswoche 1923, 20.00 Uhr, Weimar, Schießhaus

Ferruccio Busoni - Sonatina seconda, Igor Strawinsky - Die Geschichte vom Soldaten, Bach/Busoni - Chromatische Fantasie und Fuge, Paul Hindemith - aus: Das Marienleben, Paul Hindemith - Ragtime (wohltemperiert), Igor Strawinsky - Tango

Ich begrüße es, dass an unserem Bauhaus so verschieden gerichtete Kräfte zusammenwirken. [...] Für das Ganze gibt es nichts Falsches und nichts Richtiges, sondern es lebt und entwickelt sich durch das Spiel der Kräfte, wie auch im Weltganzen Gut und Böse letzten Endes produktiv zusammenwirken. (Paul Klee)
 

Klanginstallationen von Hans Tutschku in Montréal:

Ailleurs - Intérieur (anderswo - innen)


Der Weimarer Musker Hans Tutschku (*1966), der seit 2004 als Kompositionsprofessor an der Harvard University Boston tätig ist, präsentiert vom 2. August bis 27. September in Montréal (Kanada) eine dreiteilige Klanginstallation. Sie ist vor und in der Église du Gesù, rue de Bleury, zu erleben - und wird mit Begeisterung aufgenommen. Hier einige Informationen:


Der unsichtbare Glockenturm – draußen:

Die erste Installation ist für die Straße. Vom Dach des Nordturms der Gesù Kirche übertragen Lautsprecher zur vollen Stunde Glockenklänge und wecken die Neugier der Passanten auf zwei Ebenen. Zunächst können sie die „Glocken“ wahrnehmen, die sie vorher noch nie gehört haben. Und nach einigen Tagen entdecken sie, dass sich dort nicht nur „neue Glocken“ befinden, sondern eine Vielzahl aus fernen Kulturen.

Wo immer Glocken zu diversen Anlässen verwendet werden (religiöse Feste, Beerdigungen, Katastrophen…) sind sie Teil des spezifischen Klanges einer Stadt und Ausdruck einer Kultur. Diese Außeninstallation bietet eine Vielzahl von Aufzeichnungen verschiedenster Kulturen und soll eine Brücke zu anderen Orten, zum Fremden schaffen.

Dieser Teil der Installation wurde bisher in folgenden Städten präsentiert: Jena, Weimar, Posterstein (Deutschland) Montbéliard (Frankreich), Florence (Italien), Cambridge, MA (USA).


Die Stimmen im Kirchenschiff – innen:

Die zweite Installation nutzt den großen Raum des Kirchenschiffs der Gesù Kirche. Durch zahlreiche Lautsprecher, die an verschiedenen Orten platziert sind, hört man gesungene Stimmen im Dialog. Sie wurden auf verschiedenen Kontinenten aufgenommen und laden uns zu einer interkulturellen Reise ein. Wir folgen den Wegen dieser Stimmen durch ihre Gebete, ihre Gesänge, ihre Wortgefechte und ihre Konversationen. Es ist eine Komposition, die trotz starker klanglicher Präsenz und Intensität zur inneren Ruhe führen soll.


Der imaginäre Dialog – innen:

Die dritte Installation besitzt individuellen Charakter. In einem Beichtstuhl sind zwei interaktive Räume installiert, ausgestattet mit Mikrophonen. Der Besucher kann in den Beichtstuhl eintreten, wie ein Kirchgänger, um die Beichte abzulegen. Dann hört er Stimmen verschiedener Religionen und Kulturen als Antwort. Seine eigene Stimme verwandelt sich und mischt sich mit den vorkomponierten Stimmen.

Dieser interaktive Teil der Installation lädt den Besucher dazu ein, in einen imaginären Dialog zu treten und zugleich sein Hören mit den anderen Personen zu teilen.

Die Klanginstallation wurde in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Montréal realisiert. Der Eintritt ist frei.

www.gesu.net
www.tutschku.com
www.tutschku.com/content/works-ailleurs-interieur-video.de.php

 

Protagonisten Neuer Klaviermusik beim Kunstfest Weimar

“pianists in residence”: Markus Hinterhäuser und Marino Formenti  
 

Zwei herausragende Künstler der jüngeren Generation sind die Protagonisten des diesjährigen “artist in residence-Programms” des Kunstfestes Weimar. Nike Wagner konnte Markus Hinterhäuser und Marino Formenti gewinnen, Schwerpunkt dieser “Brüder im Geiste” ist die Musik der Moderne und die zeitgenössische Musik.

Markus Hinterhäuser, seit 2006 Leiter des Konzertprogramms bei den Salzburger Festspielen, wird zweimal als Solist auftreten - mit Werken von John Cage und Galina Ustwolskaja.

Marino Formenti konnten die Kunstfest-Besucher bereits im vergangenen Jahr kennen lernen: Er war der Solist bei der Uraufführung von Olga Neuwirths “Kloing”. Diesmal tritt Formenti in einem Orchesterkonzert der basel sinfonietta mit einem selten gespielten Werk von Luigi Nono auf und gibt ein Recital, das die “Geister”  von György Kurtg beschwört.


Programm pianists in residence 2009:


Sonntag, 6. September, 11 Uhr, Weimarhalle:
Ideale: Klage und Aufruhr
basel sinfonietta
Stefan Asbury, Leitung
Claudia Barainsky, Sopran
Marino Formenti, Klavier
André Richard, Klangregie
Luigi Nono: “Como una ola de fuerza y luz”.
Musik für Sopran, Klavier, Orchester und Tonband
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Luigi Nonos “Como una ola de fuerza y luz” (Wie eine Woge aus Kraft und Licht) führt von einer vokalen Klage des Solo-Soprans zu Aufruhr und einem “langen Marsch” zur Beschwörung der Gegenwart des verstorbenen chilenischen Revolutionärs Luciano Cruz. Von der Verbindung zwischen Klage und Aufruhr bei Nono führt ein gerader Weg zum Trauerkondukt, der Mahlers Fünfte einleitet.

12,-/20,-/25,-/30,-/35,-/39,- Euro zzgl. Gebühren


Dienstag, 8. September
20 Uhr   Jakobskirche
Kurtag’s Ghosts
Marino Formenti, Klavier

In vielen Klavier-Miniaturen beschwört György Kurtag andere Komponisten aus Vergangenheit und Gegenwart. Marino Formenti hat diese Widmungen und “in memoriam” Stücke Kurtags mit den Werken jener “Geister” selbst kombiniert, mit Scarlatti und Schumann, Bach und Bartok. Ein wunderbarer Dialog verblüffendster Spiegelungen ist entstanden.

15,-/25,- Euro zzgl. Gebühren


Donnerstag, 10. September
20 Uhr   Musikgymnasium Schlo
ß Belvedere
John Cage: Sonatas and Interludes
Markus Hinterhäuser, Klavier
John Cage: Sonatas and Interludes for prepared piano

“An inventor of genius” hat Arnold Schönberg seinen Studenten John Cage genannt. Cage erfand das präparierte Klavier, indem er Schrauben und Gummistücke zwischen die Klaviersaiten montierte. Die (16) “Sonatas and (4) Interludes” sind die “Goldberg- Variationen” des 20. Jahrhunderts.

15,-/25,- Euro zzgl. Gebühren


Freitag, 11. September, 
20 Uhr, Musikgymnasium Schloss Belvedere
Ausbrüche nach innen: Galina Ustwolskaja
Markus Hinterhäuser, Klavier
Galina Ustwolskaja: Sechs Sonaten für Klavier, Nr. 1-6

Ehemalige Schülerin von Schostakowitsch, ging Galina Ustwolskaja (1919-2006) völlig eigenständige Wege: eine archaisch anmutende, zum Teil von geistlicher Dichtung inspirierte Musik. In ihren sechs Sonaten werden kleinste motivische Elemente vielfältig miteinander kombiniert und durch choralartige Akkordfolgen unterbrochen. Extreme dynamische Kontraste, Cluster und eine völlig freie Rhythmik.

15,-/25,- Euro zzgl. Gebühren

 

August

Michael Nyman im Kino mon ami in Weimar


Er war einer der Stars beim Berliner Festival MaerzMusik – und beim Kunstfest Weimar wird er eine Uraufführung präsentieren: Michael Nyman. Der weltberühmte Musiker und Filmkomponist (u.a. Das Piano, Kontrakt des Zeichners) vertont im Auftrag des Kunstfestes den Stummfilm-Klassiker „Das elfte Jahr“ (1928) des russischen Avantgarde-Filmers Dziga Vertov. Am 29. August wird er das Werk mit seiner Michael Nyman Band live in der Viehauktionshalle präsentieren.

Das Kino mon ami zeigt schon jetzt eine Kostprobe von Michael Nymans Kunst: In dieser und der kommenden Woche ist „Man on Wire“ zu sehen, ein Dokumentarfilm über Philippe Petit, der in den Morgenstunden des 7. August 1974 auf einem Stahlseil zwischen den beiden Türmen des gerade fertig gestellten World Trade Centers balancierte. Michael Nyman hat die Musik für diesen Oscar-gekrönten Film komponiert.

 
Samstag, 29. August 2009,
20 Uhr Viehauktionshalle

Dziga Vertov/Michael Nyman (Uraufführung)
Dziga Vertov Das elfte Jahr, Film (1928)
Musik: Michael Nyman
Michael Nyman, Leitung
Michael Nyman Band

Vorspann: Rasmus Gerlach Operator Kaufman
Dokumentarfilm über Dziga Vertov

“pèlerinages“ Kunstfest Weimar 2009
21. August bis 13. September 2009
Motto: "Die Ideale"

Online-Buchung und Programm-Informationen:
www.kunstfest-weimar.de



Michael Nyman im Kino mon ami in Weimar


Er war einer der Stars beim Berliner Festival MaerzMusik – und beim Kunstfest Weimar wird er eine Uraufführung präsentieren: Michael Nyman. Der weltberühmte Musiker und Filmkomponist (u.a. Das Piano, Kontrakt des Zeichners) vertont im Auftrag des Kunstfestes den Stummfilm-Klassiker „Das elfte Jahr“ (1928) des russischen Avantgarde-Filmers Dziga Vertov. Am 29. August wird er das Werk mit seiner Michael Nyman Band live in der Viehauktionshalle präsentieren.

Das Kino mon ami zeigt schon jetzt eine Kostprobe von Michael Nymans Kunst: In dieser und der kommenden Woche ist „Man on Wire“ zu sehen, ein Dokumentarfilm über Philippe Petit, der in den Morgenstunden des 7. August 1974 auf einem Stahlseil zwischen den beiden Türmen des gerade fertig gestellten World Trade Centers balancierte. Michael Nyman hat die Musik für diesen Oscar-gekrönten Film komponiert.

 
Samstag, 29. August 2009,
20 Uhr Viehauktionshalle

Dziga Vertov/Michael Nyman (Uraufführung)
Dziga Vertov Das elfte Jahr, Film (1928)
Musik: Michael Nyman
Michael Nyman, Leitung
Michael Nyman Band

Vorspann: Rasmus Gerlach Operator Kaufman
Dokumentarfilm über Dziga Vertov

“pèlerinages“ Kunstfest Weimar 2009
21. August bis 13. September 2009
Motto: "Die Ideale"

Online-Buchung und Programm-Informationen:
www.kunstfest-weimar.de



Thüringische Sommerakademie veranstaltet „Internationale Kammermusikwoche“ vom 14.-23. August 2009 in Böhlen

 
Bereits zum 16. Mal veranstaltet
die „Thüringische Sommerakademie“ ein Kammermusikprojekt, das unter dem Titel „Internationaler Kammermusikkurs“ schon seit 1993 Hunderte von Musikstudierenden aus aller Welt in das kleine Thüringer-Wald-Dorf Böhlen führte, wo sie mit international bekannten Solisten, Meisterensembles und Komponisten als Dozenten kammermusikalische Werke erarbeitet und aufgeführt haben.

Der neue Titel  „Internationale Kammermusikwoche“ eröffnet dem zehntägigen Projekt weitere Möglichkeiten. Dazu sind neben ausgewählten Musikstudierenden und Absolventen vor allem junge, neugegründete und  bereits erfolgreiche Kammermusikensembles verschiedenster Besetzung - teils als Stipendiaten - eingeladen, um nicht als „Kursteilnehmer“, sondern vielmehr als Partner gemeinsam mit den „Meistern“ an den Interpretationen ihres Repertoires zu arbeiten.

Traditionell wird auch ein Schwerpunkt  auf  der Einstudierung zeitgenössischer Werke liegen. Eingeladen sind der weltweit renommierte Klarinettist und hoch geschätzte Lehrer Eduard Brunner sowie das Minguet Quartett, eines der seit Jahren  international erfolgreichsten deutschen Streichquartette, die zudem das Meisterkonzert in der Böhlener Kirche bestreiten.

www.sommer-akademie.com



Kunstfest Weimar 2009:
Uraufführung von Thomas Kessler:
Staatskapelle Weimar + Live-Elektronik


„Ich möchte zu einer neuen Reise in eine bessere – live- elektronische – Welt aufbrechen. Auf meiner musikalischen Insel gibt es ein »utopisches« Sinfonieorchester, in dem jeder Musiker als aktiv-kreativer Klangformer auch auf einem live-elektronischen Instrument spielt.“ So der renommierte Komponist Thomas Kessler, langjähriger Leiter des elektronischen Studios in Basel. Motto des diesjährigen Kunstfestes Weimar: „Die Ideale“. Thomas Kessler wird sein Klang-“Ideal“ realisieren und den traditionellen Klangkörper Orchester mit multipler Live-Elektronik fusionieren. Er wird die Staatskapelle Weimar verkabeln. Kein allmächtiger Regisseur wird die Musiker über ein Mischpult im Saal mehr reglementieren, sie müssen ihre Klänge selber steuern. Ein neuer Gesamtklang entsteht. „Utopia“ eine Utopie? Keineswegs ....

Utopisches hatte auch Franz Liszt immer im Sinn. Der Musiker Heinz Holliger, Liszt-Kenner und Liszt-Begeisterter, dirigiert nicht nur Liszts zweites Klavierkonzert, sondern auch zeitgenössische Liszt-Orchestrierungen. Damit erfüllt er ein Anliegen der „pelerinages“: Vergangenes in die Gegenwart zu ziehen, Altes neu zu hören/neu zu empfinden.


Sonntag, 23. August
20 Uhr Viehauktionshalle
Staatskapelle Weimar in Utopia
Staatskapelle Weimar
Heinz Holliger, Leitung
Christiane Iven, Sopran
Anton Kernjak, Klavier

Thomas Kessler Utopia(Uraufführung)
Franz Liszt
Csárdás macabre für Orchester
Zwei Lieder, orchestriert von B.A. Zimmermann
Klavierkonzert Nr. 2 in A-Dur

Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung, der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung,
der R+V Allgemeine Versicherung AG
und Monacor International

12,-/20,-/35,- € zzgl. Gebühren

www.kunstfest-weimar.de



8. Kulturfestival JUNGE KUNST in Volkenroda


Vom 21. – 30. August 2009 findet im Kloster Volkenroda zum 8. Mal das Kulturfestival JUNGE KUNST statt. JUNGE KUNST entstand anlässlich der Umsetzung des Christus-Pavillons von Mark von Gerkan von der EXPO 2000 nach Volkenroda. Anliegen des Festivals ist es, das außergewöhnliche Bau-Ensemble aus Romanik, Gotik, Barock, Renaissance und Moderne für die jungen zeitgenössischen Künste zu öffnen und dort ortspezifische, spartenübergreifende Arbeiten zu ermöglichen. 188 junge KünstlerInnen aus 15 Ländern haben bislang am Festival teilgenommen, das mittlerweile sein Publikum weit über die regionalen Grenzen hinaus findet.

Charakteristisch für JUNGE KUNST ist die Entstehung des Programms: Die Projekte werden am Ort und für den Ort entwickelt, die KünstlerInnen begegnen sich und ihrem Publikum in der offenen Atmosphäre dieses besonderen Ortes.

JUNGE KUNST 2009 eröffnet am 21. August mit „No Depression in Heaven“, einer theatralen Installation über utopische Potentiale unserer Zeit. In den anschließenden 10 Tagen lädt das Kulturfestival herzlich ein zum Konzertabend „Wirklichkeit – Unwirklichkeit“, dem „Multimedialen Nachtkonzert“, einem „Begegnungskonzert“ mit Kompositionen aus Nah-Ost und dem Abschlusskonzert des 3. Jungen Deutschen Komponistenforums. „Sakraler Tanz“ präsentiert zeitgenössische Rituale in Klang und Bewegung und während des gesamten Festivals ist die Videoinstallation „Scheinbare Veränderungen von unscheinbaren Räumen“ zu sehen.


www.festival-junge-kunst.de.

 

Klang Rausch Orgel

Nachtkonzert in der Weimarer Jakobskirche


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Klang Rausch Orgel“ findet am Freitag, 7. August, um 23.00 Uhr ein Nachtkonzert in der Jakobs- kirche Weimar statt.

Michael von Hintzenstern (Weimar) spielt Werke von Erik Satie und John Cage sowie eine Eigenkomposition. Dabei geht es vor allem um fließende Orgelklänge, die durch reduzierte Windzufuhr erzeugt werden. Dies ist unter anderem in einem Abschnitt  aus John Cages Komposition „As Slow As Possible“ (so langsam wie möglich) zu erleben, von der in der Burchardikirche in Halberstadt eine Version realisiert wird, die 639 Jahre dauern soll.
 


Juli

Musik der Bauhaus-Zeit in Feininger-Kirchen des Weimarer Landes

Ein Konzert der "Neuen Bauhauskapelle Weimar" eröffnet am Sonnabend, 18. Juli, um 19.30 Uhr in der Kirche von Oberreißen die diesjährigen Stadt- und Dorfkirchenmusiken im Weimarer Land. Bis 13. September seien in der ländlichen Region um die Thüringer Kulturstadt weitere 14 Konzerte vorgesehen, sagte der Initiator der Reihe, der Weimarer Kirchenmusiker Michael von Hintzenstern, am Dienstag der Presse. Motto sei "Bauhaus-Musik in Feininger-Kirchen".

In der 1992 vom Kreis Weimarer Land begründeten Reihe stehen nach Angaben der Veranstalter jeweils "klingende Traditionslinien der Region" im Mittelpunkt. Das Motto in diesem Jahr sei dem 90-jährigen Gründungsjubiläum der legendären Kunstschule verpflichtet, erläuterte von Hintzenstern. Musik habe im Leben des Bauhauses in seiner frühen Weimarer Phase "eine nicht zu unterschätzende Rolle" gespielt.

Neben Bauhausdirektor Walter Gropius hätten auch Bauhausmeister wie Wassily Kandinsky, Johannes Itten, Oskar Schlemmer oder Lyonel Feininger enge Beziehungen zu Musikern wie Arnold Schönberg, Paul Hindemith und Hans Brönner unterhalten. Darüber hinaus sei Musik am Bauhaus "eine fundamentale Inspirationsquelle" gewesen, betonte von Hintzenstern. Kandinskys Versuch, Schönberg 1923 als Direktor der Musikhochschule nach Weimar zu holen, sei jedoch an Intrigen gescheitert.

Der Merz-Künstler Kurt Schwitters hatte seit 1921 Kontakte zum Bauhaus und trug hier Teile seiner „Ursonate“ vor. Lászlo Moholy-Nagy führte 1923 in Weimar "Klangexperimente“ mit Grammophonen durch. In die USA emigriert, lud er 1941 den Schönberg-Schüler John Cage zu einem Kurs in experimenteller Musik in die "School of Design" in Chicago ein.

Von den diesjährigen Veranstaltungsorten gibt es im Werk Feiningers Naturskizzen, Kreidezeichnungen, Aquarelle und Ölgemälde. Die Konzertreihe war bisher in fast 100 Kirchen in mehr als 90 Städten und Gemeinden zu Gast. Das Programm ist jeweils an der Geschichte der Orte orientiert und um eine Begegnung von Kirchen-, Kunst- und Musikgeschichte bemüht.


Internet: www.weimarerland.de



Musikalische Wiederentdeckungen

Gedenkkonzert zum 30. Todestag von Paul Dessau
mit drei Uraufführungen in Gera



Am kommenden Sonntag blickt die Musikwelt nach Gera, wenn im  Konzertsaal des Theaters die deutschlandweit einzige Veranstal- tung zum  30. Todestag des Komponisten Paul Dessau (1894-1979) stattfindet. In der DDR gehörte er neben Hanns Eisler zu den wichtigsten  Repräsentanten der Musikkultur, obwohl er sich keineswegs linientreu verhielt. Seine Vertonungen der Texte Bertolt Brechts, mit dem er ab 1942 zusammenarbeitete, machten ihn international bekannt. Dazu zählen die Opern "Die Verurteilung des Lukullus" (1951/1968) und "Puntila" (1966) sowie zahlreiche Bühnenmusiken. Daneben schrieb er weitere Opern, Orchesterwerke, Klavier- und Kammermusik, Lehrstücke, politische Gebrauchsmusik und zahlreiche Filmmusiken.

In Gera wird nun auf eine bisher völlig unbekannte Seite seines Schaffens hingewiesen: Psalmvertonungen, Synagogal- und Orgel- musik. Dabei erleben drei Werke ihre Uraufführung, so unter anderem seine erste nachweisbare Komposition religiösen Inhalts, die 1919 entstandene Kantate "Erlösung durch die Wahrheit" für Sopran und Orgel, die aus der Originalhandschrift des Komponisten übertragen wurde. Das Konzert erinnert an die jüdischen Wurzeln des Tonschöpfers, dessen Urgroßvater und Großvater bekannte Kantoren der deutsch-israelitischen Gemeinde in Hamburg waren. Es wird im Rahmen der thüringenweiten Konzertreihe "Neue Wege zur Musik - Wege zur Neuen Musik" von den Klang Projekten Weimar e.V. in Zusammenarbeit mit Theater & Philharmonie Thüringen ver- anstaltet. Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Wolfgang M. Nosen, hat die Schirmherrschaft übernommen. Maxim Dessau, Regisseur und Sohn des Komponisten aus der Ehe mit Ruth Berghaus, hat sein Kommen angesagt.

Die Interpreten sind Alena-Maria Stolle, Sopran, Jörn Sakuth, Bassbariton, und Jürgen Natter, Orgel.

Sonntag, 28. Juni, 19.30 Uhr, Konzertsaal des Theaters Gera;  
Theaterkasse Tel.: (0365) 8279105, Fax: (0365) 8279123,
E-Mail: tptthueringen.de



Neue Musik in Bewegung

Abschlusskonzert der 9. Orchesterwerkstatt
des Komponistenverbandes Thüringen im Rahmen
der 30. Geraer Ballett-Tage


„Neue Musik in Bewegung“ ist der Titel der 9. Orchesterwerkstatt „Junge Komponisten“, die Theater&Philharmonie Thüringen in Ko- operation mit dem Komponistenverband Thüringen an den Bühnen der Stadt Gera veranstaltet. Am 23. Juni um 10.00 Uhr beginnen die Proben im Konzertsaal. Zum Abschluss sind alle Musikfreunde am Donnerstag, 25. Juni, um 21.00 Uhr, in den Konzertsaal zu einem Konzert eingeladen. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Juri Lebedev. Der Eintritt ist frei!

Auf dem Programm stehen Werke von Joachim F.W. Schneider, Stefan Beyer, Christian FP Kram und Wolf-Günther Leidel. 

Der Komponistenverband Thüringen fördert junge, begabte Komponisten auf die sinnvollste Art und Weise: er verschafft ihnen die Möglichkeit, die eigenen Werke mit einem professionellen Orchester zu erarbeiten und einem Publikum vorzustellen. Und auch das Publikum wird so gefordert: Ganz unmittelbar kann es zeitgenössische Musik erleben und beurteilen. Meinungsbildung und Diskussion sind ausdrücklich erwünscht!

Für die Orchesterwerkstatt kooperiert der Komponistenverband Thüringen zum 7. Mal mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera, diesmal im Rahmen der Geraer Ballett-Tage.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Stücke liegt auf den Themen Tanz, Bewegung und Dynamik. So lässt Wolf-Günther Leidel in seinem Stück die sagenumwobene erste Frau Adams auferstehen: Lilith ließ ihre weiblichen Reize zu sehr spielen und wurde kurzerhand durch Eva ersetzt. Jetzt wohnt sie auf der Rückseite des Mondes und erscheint nachts manchen Männern im Traum – tanzend, behauptet Leidel mit „Liliths Tanz“. Und auch Joachim F. W. Schneider beschwört mit seinen „Sylphidentänzen“ tanzende Gestalten, die weiblichen Geister der Luft. Inhaltlich knüpft er damit bei Alexander von Zemlinsky an, ästhetisch bezieht er die kreativen Erfahrungen der Moderne und der Avantgarden von Arnold Schönberg bis Helmut Lachenmann mit ein. Stefan Beyer bewegt sich in seinem Stück „Über Leichen gehen“ viel archaischer. In seiner „10minütigen sinfonischen Begehung recht unterschiedlicher Klangwelten und Erscheinungsformen des Orchesters“ kann von Tanz nicht mehr die Rede sein.

Die Ausdrucks- und Klangvielfalt der Stücke dieser Werkstatt reicht vom impressionistisch angehauchten Klangzauber bis zum hochmodernen Stück, das den Musikern nicht ganz gewöhnliche Spielweisen ihrer Instrumente abverlangt. Moderne Klangsprache steht neben dem Klassikerzitat, das in einen neuen Zusammenhang gerückt wird.

Der Dirigent Juri Lebedev leitet seit 2005 das Universitätsorchester Leipzig. An der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar ist er als Dozent im Fach Partiturspiel tätig. Juri Lebedev ist Stipendiat der Otto-Benecke-Stiftung und Rotary International.

Der gebürtige St. Petersburger studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Dirigieren, Klavier und Komposition bei Prof. Ilya Musin, Prof. Alexander Titov und Prof. Alexander Serow. Seine Studien als Kapellmeister setzte er an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bei Prof. N. Pasquet und Prof. A. Kahlert fort.

Wertvolle Erfahrungen sammelte er neben seinem Studium in St. Petersburg bei Dirigenten wie Ewgeni Mrawinski, Valéry Gergiev, Yuri Temirkanov, Mariss Jansons und später in Deutschland bei Prof. George Alexander Albrecht,  Prof. Prof. Rolf Reuter, Wolf-Dieter Hauschild, Claus Peter Flohr und Klaus Arp.

Er nahm erfolgreich an internationalen Dirigentenwettbewerben in Besancon (Frankreich), in Hilversum (Holland, „Kirill Kondrashin“) in Douae (Frankreich)  sowie dem S. Prokofiev Wettbewerb teil. Als Dirigent stand er am Pult der Weimarer Staatskapelle, der Hamburger Symphoniker, der Jenaer Philharmonie, der Erfurter Philharmonie, der Thüringen Philharmonie, des Pécs Symphony Orchesters, des Hilversum Radio Symphonie Orchesters, des Staatlichen Akademischen Orchesters St. Petersburg.

Juri Lebedev engagiert sich stark für den musikalischen Nachwuchs. Unter seiner Leitung gewann das Orchester des Musikgymnasiums Schloss Belvedere Weimar den ersten Preis beim 6. Deutschen Orchesterwettbewerb in Osnabrück im Mai 2004. Als Leiter eines vierhundertköpfigen Orchesters trat er beim 2. Orchestertreffen 2008 der Thüringen Musikschulen auf.

Im Jahre 2006 übernahm Juri Lebedev die Leitung des Landes- jugendorchesters Thüringen, mit dem er zahlreiche Auslands- tourneen unternahm.

Als Operndirigent trat er an verschieden Theatern Deutschlands und Russlands in Erscheinung. 2008 übernahm er am Deutschen Nationaltheater Weimar die musikalische Leitung der Oper „A Midsummer Night´s Dream“ von B. Britten und die musikalische Leitung der Oper „Die Dorfsängerinnen“ von V. Fioravanti amTheater Erfurt.



Der Thüringer Komponistenverband lädt zu folgenden Veranstaltungen ein:
 

27. Juni; 16:00 Uhr, 
Kirche Bittstädt bei Arnstadt: 
Konzert für Schlagwerk-Duo
mit Werken von Rudolf Hild, Katrin Gerth,
Gerhard Gläßer  und anderen.
Interpreten: Hendrik und Gerhard Gläßer

27. Juni; 17:00 Uhr, Saale Galerie Saalfeld: 
Konzert  mit Gitarren Trio Belvedere
Uraufführungen von Ludger Kisters, Hubert Hoche,
Felix Werner und Joachim Beez.

9. Orchesterwerkstatt "Junge Komponisten":
23.-25. Juni, Theater Gera. 
Das Abschlusskonzert findet am 25.Juni;
21:00 Uhr mit dem Orchester des Theaters Altenburg-Gera statt.

www.komponistenverband-thueringen



Gedenkkonzert zum 30. Todestag von Paul Dessau mit drei Uraufführungen im Theater Gera


Der 30. Todestag Paul Dessaus ist für die Klang Projekte Weimar e.V. Anlass, im Rahmen der Konzertreihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ ein bisher wenig bekanntes Schaf- fensgebiet des Künstlers in den Mittelpunkt eines Konzerts zu stellen: Psalmvertonungen, Synagogalmusik und Kompositionen für Orgel.

Das außergewöhnliche Konzert, in dem drei Werke Dessaus uraufgeführt werden, findet am Sonntag, 28. Juni, um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera statt.

Es musizieren Alena-Maria Stolle (Sopran), Jörn Sakuth (Bass- bariton) und Jürgen Natter (Orgel).

Zu den Ehrengästen der Veranstaltung gehört der Regisseur Maxim Dessau, der Sohn des Komponisten aus seiner Ehe mit Ruth Berghaus.



KLANG RAUSCH ORGEL

Neue Konzertreihe mit experimenteller Orgelmusik


Zum bundesweiten „Tag der Musik“ (12. Bis 14. Juni 2009) starten die Klang Projekte Weimar e.V. unter dem Titel „KLANG RAUSCH ORGEL“ eine neue Konzerttreihe, die sich speziell experimenteller Orgelmusik widmet. Die Auftaktveranstaltung findet am Freitag, 12. Juni , um 20 Uhr an der Peternellorgel in Denstedt bei Weimar statt, an der bereits Franz Liszt mit seinem „legendarischen Kantor“ Alexander Wilhelm Gottschalg „Orgelconferenzen“ und Klangexpe- rimente durchgeführt hat.

Michael von Hintzenstern (Weimar) spielt Werke von Franz Liszt, John Cage, György Ligeti und Michael Vetter sowie eine Eigenkomposition. Dabei geht es vor allem um fließende Orgelklänge, die durch reduzierte Windzufuhr erzeugt werden. Dies ist unter anderem in einem Abschnitt aus John Cages Komposition „As Slow As Possible“ (so langsam wie möglich) zu erleben, von der in der Burchardikirche in Halberstadt eine Version realisiert wird, die 639 Jahre dauern soll.

Weitere Konzerte der Reihe finden im August in Weimar und im September in Erfurt statt.



29. Mai 2009
Das Mädchen, der Mörder und die Macht

Alban Bergs Meisterwerk „Wozzeck“
an den Bühnen der Stadt Gera

 
Es ist fast achtzig Jahre her, da stand die Oper „Wozzeck“ von Alban Berg schon einmal auf dem Spielplan des Geraer Theaters. Die Premiere am 11. November 1930 wurde zum Riesenerfolg für die Mitwirkenden und ein Meilenstein auf dem Weg des Werkes ins Repertoire. Eingeladen von Erbprinz Heinrich Reuß XLV., war der Komponist höchstpersönlich anwesend. Er hatte seinen berühmten „Wozzeck“-Vortrag gehalten und war hocherfreut von den überzeugenden Aufführungen. Und er konnte erleben, wie sich der Siegeszug seiner Oper, die nach der Berliner Uraufführung von 1925 in Prag und Leningrad für Furore gesorgt hatte, auch auf kleineren Bühnen fortsetzte. Die Verbindung von sozialer Thematik und avanciertem Komponieren machte sie bald zum herausragenden Meisterwerk des modernen Musiktheaters. Bis sie als „entartete Kunst“ unters Verdikt der Nazis fiel. Alban Berg hat Georg Büchners „Woyzeck“ 1914 in Wien gesehen – jenes szenische Fragment, mit dem der 23-jährige Dichter und Revolutionär die deutsche Dramatik revolutionierte. Es zeigt das Los eines Mannes, der zum Mörder seiner Geliebten wird und der doch selbst ein Opfer ist. „Das Schicksal des von aller Welt ausgenützten und gequälten armen Menschen“ hat Berg ebenso erschüttert, wie ihn der „emotionale Stimmungshalt der einzelnen Szenen“ faszinierte. Er hat die losen Szenen Büchners zu einem Libretto mit drei Akten und 15 Szenen geordnet. Und für die Vertonung wählte er – völlig neuartig - Formen der Instrumentalmusik: Fünf Charakterstücke, eine Symphonie in fünf Sätzen und sechs Inventionen vollziehen die dramatischen Zuspitzungen eindringlich nach und entwickeln mit gestischer Prägnanz, lyrischer Zartheit und dem „großen Ton“ Mahlers eine immense Bühnenwirksamkeit und Ausdrucksstärke. Die Neuinszenierung von Bergs „Wozzeck“ durch Generalintendant Prof. Matthias Oldag wird durch die Frage bestimmt, wie diese explosive Mischung von Sozialkritik, Psychodrama und Eifersuchtstragödie in unserer Zeit wirkt. Welche Situationen und welche Mächte einen solchen Albtraum auslösen. Im stillen Kämmerlein. Im großen Gesellschaftsspiel. Atmosphärisch dicht bebildert wird diese originelle und provokante Sichtweise durch die Bühne von Thomas Gruber und die Kostüme von Hendrike Bromber. Die musikalische Leitung hat GMD Erik Solén am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera. Und die Hauptrollen sind mit Teruhiko Komori/Andreas Scheibner (Wozzeck), Franziska Rauch (Marie) und Jürgen Müller (Tambourmajor) erstklassig besetzt. Am 29. Mai 2009, um 19.30 Uhr, hat „Wozzeck“ im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera Premiere. Wiederum eine Chance für ein großes Werk und einen großen Theaterabend!                                 



„Klang-Farben-Spiele im Kunstpavillon Eisenach“


Konzerte sind in der Regel sinnliche Erlebnisse, deren Reiz überwiegend in der akustischen Wahrnehmung liegt. Was aber, wenn das Auge mindestens ebenso gefordert wird wie der musikalische Feinsinn? Diesen Spagat der Sinne fordern das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) und der Maler Gert Weber (Gotha) am Freitag, 29. Mai, um 20.30 Uhr im Kunstpavillon Eisenach von ihrem Publikum.

Mit ihrem erstmals in Eisenach präsentierten Projekt „Klang-Farben-Spiele“ gestalten sie einen spannenden Wechselreigen zwischen improvisierter Musik und Simultanmalerei. Die Gäste haben während des Konzerts die seltene Gelegenheit, das gleichzeitige Entstehen einer kollektiven Prozeßkomposition und eines großformatigen Bildes (2 x 3 Meter) hautnah mitzuerleben.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ der Klang Projekte Weimar e.V. Gefördert vom Thüringer Kultusministerium, der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Gert Weber (*1951) studierte in Dresden und Leipzig Malerei und Grafik und ist seit 1980 freischaffend tätig. Das 1980 gegründete Ensemble für Intuitive Musik Weimar gastierte bisher in 30 Ländern auf vier Kontinenten.

www.webbs-online.de
www.tutschku.com



27. Mai 2009
Klang-Sprach-Performance im Erfurter Stasi-Knast


Im Rahmen der Konzertreihe “Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik” veranstalten die Klang Projekte Weimar e.V. am Mittwoch, 27. Mai 2009, um 20.00 Uhr eine Klang-Sprach-Performance im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Staats- sicherheit in der Erfurter Andreasstrasse (Nähe Domplatz/Zugang Bechtheimer Strasse). Diese steht unter dem Motto: “worte, die die freiheit suchen”.

Ausführende sind die Schriftstellerin Gabriele Stötzer (Utrecht/ Erfurt), die dort 1977 wegen “Staatsverleumdung” inhaftiert war, und das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM), das 1981 in der von ihr geleiteten illegalen Erfurter “Galerie im Flur” sein erstes öffentliches Konzert mit Werken des westdeutschen Komponisten Karlheinz Stockhausen gab.

Gabriele Stötzer war an der ersten Besetzung einer Bezirks- verwaltung der Staatssicherheit beteiligt, die am 4. Dezember 1989 in Erfurt stattfand.

In der Performance geht es um Isolation und Kommunikation, Innen- und Aussenräume. Tragende Elemente sind dabei das “Knast- alphabet” (a = ein Klopfzeichen, b = 2, c = 3 etc.) und die Glocken von Dom, Severi- und Andreaskirche.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Thüringischen Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen der ehemaligen DDR und dem Freiheit e.V. realisiert. Ab 19 Uhr besteht die Möglichkeit, das Gefängnis zu besichtigen, in dem bald danach Umbau- maßnahmen erfolgen.



26. Mai 2009
100 Jahre Neue Musik:
„MMM – Mitteldeutscher Musik Mai“ der Landesvertretungen
von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Berlin


Unter dem Motto „100 Jahre Neue Musik“ wird am Dienstag, 26. Mai,  um 19.00 Uhr zu einer gemeinsamen Veranstaltung der mitteldeutschen Bundesländer in die Landesvertretung von Sachsen-Anhalt in die Berliner Luisenstraße 14 eingeladen.

Den Begriff „Neue Musik“ gibt es seit einem Jahrhundert. Bis zum heutigen Tag bildet er das Dach für zahlreiche stilistische Richtungen. Er ist Synonym für zeitgenössische, avantgardistische oder moderne Musik, die oft unter dem Verdacht steht, „unhar- monisch“, schwer verständlich oder gar unzugänglich zu sein. Folgt man der Darstellung Arnold Schönbergs, er habe den Schritt von der Tonalität zur Atonalität im Winter 1908/09 „gewagt“, jährt sich dieses Jubiläum jetzt zum 100. Male.

Ebenfalls vor 100 Jahren begründete Filippo Tommaso Marinetti mit  seinem „futuristischen Manifest“ eine allumfassende Kunst- bewegung, die in der Musik für eine radikale Emanzipation der Geräusche eintrat. Der Terminus „Neue Musik“ wurde 1919 von dem Musikkritiker Paul Bekker in einem gleichnamigen Vortrag geprägt, in dem er das Ziel „einer Erneuerung des verbrauchten musikalischen Materials und der Musikempfindung“ formulierte. In der Folgezeit festigte sich der Begriff in der Praxis und erweiterte allmählich seinen Bedeutungshorizont. Dass in dieser Entwicklung auch viele Impulse von Mitteldeutschland ausgingen (und ausgehen!), soll an diesem Abend hörbar werden.

Sachsen wird „schlagkräftig“ vertreten durch die Herren des Leipziger Schlagzeugensembles. Sachsen-Anhalt wird repräsentiert von der Dessauer Band „l’arc six“ um die Sängerin Kristin Wieduwilt mit Arrangements von Kurt-Weil-Kompositionen. Thüringen präsentiert Dada- und Bauhaus-Impulse im Konzert mit dem Weimarer Duo „Klang-Zeichen“



2. Mai 2009
Uraufführung in Meiningen


Im Rahmen der Reihe "Musik-Welt-Kirche" gastiert das "ensemble singklang" (Leipzig) am Samstag, 2. Mai, um 19 Uhr mit Geistlicher Vokalmusik des 17. bis 21. Jahrhunderts in der Meininger Stadtkirche. Dabei kommt es zur Uraufführung der Paraphrase für drei Stimmen "... dass man nie sagen kann ..." von Wilfried Krätzschmar.

Der langjährige Dresdner Kompositionsprofessor war 1968 bis 1969 Leiter der Meininger Schauspielmusik.

www.singklang.de


Das BundesKonzert der GEDOK 
INTERPRETINNEN – KOMPONISTINNEN
Neue Kammermusik 2009         
München, Gasteig, Kleiner Konzertsaal,
25. April 2009, 20.00 Uhr

Die GEDOK

Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. engagiert sich darin, Musikerinnen und Komponistinnen ein Podium und mehr Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu geben, sie zu unterstützen im Ringen um Anerkennung ihrer musikalischen Leistung.

Neben dem Internationalen Wettbewerb für Komponistinnen  der GEDOK, den wir seit 2008 zusammen mit der Internationalen Komponistinnen Bibliothek Unna durchführen und der auch für Nicht-Mitglieder offen ist, zählt das GEDOK BundesKonzert zur wichtigsten Plattform von GEDOK Musik. Das Programm bildet einen Ausschnitt dessen ab, was die Musikerinnen der verschiedenen Gruppen der GEDOK in Deutschland und in Österreich für ihre eigenen Konzertveranstaltungen mit Mitgliedern und Gästen erarbeiten und darbieten.

Abwechselnd in München und Berlin veranstaltet der GEDOK Bundesverband ein großes Konzert mit ausgewählten Musik-Projekten, die sich mit Musik von Komponistinnen auseinandersetzen. Für das Konzert am 25. April 2009 waren 19 interessante Bewerbungen aus neun GEDOK-Gruppen eingegangen, aus denen die Jury Beiträge auswählte, die in einem zeitlich begrenzten Konzert-Rahmen einen dennoch umfassenden Einblick in das hohe Niveau des aktuellen Schaffens von GEDOK-Musikerinnen geben kann. Dabei männliche Ensemble-Mitglieder nicht auszugrenzen, zeigt die Offenheit unserer Arbeit in der GEDOK, einem Verband, der immer wieder betont, dass Frauen und Männer in der Kunst auf Augenhöhe arbeiten können und sollen.

Die Musikerinnen und ihre Ensembles kommen aus den GEDOK-Gruppen Bremen, Berlin, Niederrhein-Ruhr, Stuttgart, Köln und München. Wir freuen uns, dass wir sie in München im Kleinen Konzertsaal des Gasteig präsentieren dürfen, und danken dem Kulturamt der Stadt München für seine Unterstützung.


siehe auch: www.GEDOK.de

 

Zum Auftakt „Zweifache Stille“

Konzertreihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ startet im Beat Club Weimar

 
Mit einem Konzert des Duos „Klang-Zeichen“ (Weimar) startet am 22. April im Weimarer „Beat Club“ die diesjährige Konzertreihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“, die seit 1992 von den Klang Projekten Weimar in wechselnden Orten Thüringens veranstaltet wird.

Das 2004 von Daniel Hoffmann und Michael von Hintzenstern gegründete Experimentalensemble bringt dabei Werke des einflussreichen US-amerikanischen Komponisten und Künstlers John Cage (1912-1992) zu Gehör.

Neben klassischen kommen auch ungewohnte Instrumenten wie Röhrenradios und Kassettenrecorder zum Einsatz. Höhepunkt des Konzerts wird die simultane Aufführung von John Cages berühmtester Komposition 4'33'' (1952) und Erwin Schulhoffs nur aus Pausenzeichen bestehendem Werk In futurum (3. Satz aus Fünf Pittoresken für Klavier, 1919) sein. Dabei handelt es sich um zwei Pausenstücke, d. h. man "hört" gleichzeitig zwei zeitlich begrenzte Stillen. "Mit Messgeräten lässt es sich nicht nachweisen, aber fast jeder hat es schon einmal erlebt, dass das Schweigen von zwei Personen in einem Raum ‚lauter' erscheint als das einer Person", erläutert Michael von Hintzenstern seine Idee. "Das Konzert soll zeigen, ob es sich bei zwei stillen Musikstücken ebenso verhält." Außerdem gelangen unter anderem die „Variations II“ oder „As Slow As Possible“ sowie Teile aus dem „Vortrag über Nichts“ zu Gehör.

Weitere Konzerte der Reihe finden in der ehemaligen Stasi-Haftanstalt in der Erfurter Andreasstrasse (27. Mai) und zum 30. Todestag von Paul Dessau im Konzertsaal des Geraer Theaters (28. Juni) statt, wobei drei Werke uraufgeführt werden!

Das Konzert am Mittwoch, 22. April, beginnt um 21 Uhr im „Beat Club“ Weimar (Carl-von-Ossietzky-Strasse 42) und wird von Radio LOTTE Weimar live übertragen



„Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik“


Vom 14.-18. April 2009 feiern die „Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik“ ihr zehnjähriges Bestehen. Auf den Fahnen des Festivals steht seit seiner Gründung die Vernetzung von Komponisten und Ensembles, die Popularisierung Neuer Musik sowie die Fortschreibung einer lebendigen Musiktradition. Dem wird mit Workshops und Vorträgen, besonders aber in den Konzerten mit einer Vielzahl von Uraufführungen Rechnung getragen. Die Ästhetik der Konzerte reicht - gemäß der stilistischen Bandbreite der Neuen Musik - von experimentellen Performances bis hin zum Konzert mit traditionell geprägten Kompositionen.

Der erste Höhepunkt bei der 10. Auflage des Avantgarde-Festivals ist das Preisträgerkonzert des Kompositionswettbewerbs für Orchester, welches die Jenaer Philharmonie beim Eröffnungskonzert am 14. April im experimentellen Ambiente des Weimarer E-Werks intonieren wird. Am abschließenden Samstag (18.4.) wird das international renommierte Aeolian Trio das Festival mit den Werken der Finalisten des Kammermusikwettbewerbes beschließen. Dazwischen liegt eine Vielzahl von Workshops und Konzerten, von denen die Vorstellung des Arditti Streichquartetts (16.4.) sowie die Uraufführungen von Dror Feiler und Chaya Chernowin (17.4.), die bei den Donaueschinger Musiktagen 2008 für Furore gesorgt haben, hervorzuheben sind.

 

Veranstaltungsübersicht


Zeitraum: 14.-18. April 2009
Täglich 11.00 Uhr und 14.00 Uhr Workshops – Kurse – Vorträge
mit Komponisten und Ensembles
(Orte: mon ami, Musikschule „Ottmar Gerster“,
Hochschule für Musik „Franz Liszt“)

Täglich 16.00 Uhr „Junge Werkstatt“
Kompositionsworkshop für Kinder und Jugendliche

Täglich ab 19.00 Uhr Konzerte
 

Konzerte

Dienstag, 14. April 2009
e-werk weimar, 19.30 Uhr
Konzert mit Preisverleihung
des internationalen Kompositionswettbewerbes für Orchester
Jenaer Philharmonie

Programm:
Diego Uzal (UA)
Hubert Hoche (UA)
Preisträger des Wettbewerbs
 

Mittwoch, 15. April 2009
19.30 Uhr
Ensemble Marges (Flöte, Gitarre, Akkordeon, Violoncello,
Klarinette - Deutschland)
Programm:
Salvatore Sciarrino:   N.N.
Gwyn Pritchard:  features & formations
Gabriel Iranyi:  Metaphor II
Peter Helmut Lang:   Innenaußen
Johannes K. Hildebrandt: Annäherung VI
Pere Pou Llombart: Adhuc
Peter Köszeghy:  Performance „morbide engel“
Achim Müller-Weinberg: pendants
 

Donnerstag, 16. April 2009
mon ami 19.30 Uhr
Arditti – Streichquartett

Programm:
Ludger Kisters:  Mäander
Helmut Zapf: Sound
Clara Maida: “Who holds the strings”
Brian Ferneyhough: “Dum Transissets I-IV”
Wolfgang Rihm: „Fetzen“
Harrison Birtwistle: The Tree of Strings
u.a.
 

Freitag, 17. April 2009
mon ami, 19.30 Uhr
Neue Musik für Kinder und Jugendliche Schüler der Musikschule „Ottmar Gerster“ und Jugend komponiert Gemeinschaftskomposition der Workshopteilnehmer
Werke von: Thomas Krüger (UA) und
Johannes K. Hildebrandt (UA)
Ensemble via nova / Multimedia

Programm:
Karlheinz Wahren:  ...wie traumverloren...
Blazej Dowlasz:  korrelation
Duo musica d'uova (Christian Fischer/Luca Ciut): N.N.
Carin Levine / Elizavetha Birjukova / Wally Hase – Flöten
 

Programm:
Dror Feiler:   Neues Werk (3 Flöten und Live-Elektronik)
Chaya Chernowin: Neues Werk (3 Flöten)

Institute for Computer Music and
Sound Technology/HMT (ICST)- Schweiz

Programm N.N.


Sonnabend, 18. April 2009
mon ami, 19.30 Uhr
Konzert mit Preisverleihung
des internationalen Kompositionswettbewerbes für Kammermusik
Aeolian Trio Flöte (Carin Levine), Fagott (Pascal Gallois),
Oboe (Peter Veale)
Finalisten des Kompositionswettbewerbs

Institute for Computer Music and
Sound Technology/HMT (ICST)- Schweiz

Programm N.N.



7. März 2009
Ensemble für Intuitive Musik Weimar gastiert in Österreich


Mit Werken aus Karlheinz Stockhausens Zyklen Intuitiver Musik „Aus den sieben Tagen“ und „Für kommende Zeiten“ gastiert das  „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) am 7. März in Klosterneuburg bei Wien.

Dort befindet sich in einem auffälligen Museumsneubau die größte Privatsammlung moderner Kunst Österreichs: das „Essl Museum“.

In diesem wie auch im benachbarten „Schömer-Haus“ veranstaltet der Komponist und Performer Prof. Dr. Karlheinz Essl, dessen Eltern – das Sammlerehepaar Agnes und Karlheinz Essl – im Jahre 1999 über 5.000 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts der Öffentlichkeit zugänglich machten, regelmäßig Konzerte mit zeitgenössischer Musik. Ihm war 2006 ein Porträtkonzert bei den 19. Tagen Neuer Musik in Weimar gewidmet.

Das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM), das 2005 unter Leitung von Karlheinz Stockhausen (1928-2007) erstmals sechs Stücke aus seinem Zyklus „Für kommende Zeiten“ auf CD einspielte, bringt folgende Kompositionen zu Gehör: „Verkürzung“, „Wach“ und „Vorahnung“ sowie „Unbegrenzt“. 

www.essl.museum/musik



5. März 2009
Theater Gera startet mit „Hommage à Kurt Schmidt“ ins Bauhausjahr


Mit einer „Hommage à Kurt Schmidt“ starten „Theater & Philharmonie Thüringen“ am 5. März um 19.30 Uhr in der Bühne am Park ins Bauhausjahr.

Auf dem Programm stehen mit „FARBEN – KLÄNGE (2009) - Reflexionen zu Bildern des Geraer Bauhauskünstlers“ sowie als Uraufführung das von Harvardprofessor Hans Tutschku (*1966) konzipierte Werk „POLYVISION (2009) für Ausdruckstanz, multimediale Projektion und Ensemble“. Kurt Schmidt (geboren 1901 in Limbach – gstorben 1991 in Gera) studierte von 1920 bis 1925 am Weimarer Bauhaus.

Das "Ensemble für Intuitive Musik Weimar" beschäftigt sich seit 1986 mit synästhetischen Konzeptionen, die Traditionslinien der Bauhauszeit aufgreifen. Den Ausgangpunkt hierfür bildeten Begegnungen mit Kurt Schmidt und Hans Heinz Stuckenschmidt, die 1923 zur Bauhauswoche im Theater Jena das "Mechanische Ballett" zur Uraufführung brachten. Farblich voneinander abgesetzte geometrische Figurinen wurden dabei von dahinter verborgenen Tänzern so bewegt, dass durch ihre Choreographie ein lebendiges, der abstrakten Malerei gemäßes Bildgeschehen ablief. Besonderes Interesse erweckten darüber hinaus die Visionen des Bauhausmeisters Laszlo Moholy-Nagy, der bereits Mitte der 20er-Jahre eine Synthese von Form, Bewegung, Ton, Licht und Farbe anstrebte. Er suchte verbindende Kettenglieder zwischen diesen Elementen, um aus ihrer Wechselwirkung etwas Neues entstehen zu lassen.

Hier setzt mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit das Projekt "POLYVISON" an, in dem Musik, mehrdimensionale Projektion und Ausdruckstanz zusammengeführt werden. Dabei kommt es zu einem gleichrangigen Wechselspiel zwischen abstrakten Strukturen in Klang, Farbe und Bewegung, die sich in vielschichtiger Weise durchdringen. Zu erleben sind geheimnisvolle Strukturen zwischen Mikro- und Makrokosmos, die mit Bildern der realen Welt verschmelzen. Ein weiß gekleideter Tänzer agiert im sich ständig verändernden Projektionsgeschehen. Er wird dadurch vollkommener Bestandteil des Bühnenbildes, verschwindet in den Farbstrukturen, wird zur Bewegung ohne eigene Körperlichkeit ... Ein „Gesamtkunstwerk“, das in besonderer Weise die Fantasie der Zuhörer und Zuschauer anregen und damit Brücken zum Publikum bauen will. Im ersten Teil des Programms beziehen sich die Musiker auf Bilder, die ihnen Kurt Schmidt 1987 nach einem Konzert in seinem Atelier geschenkt hat.



12. Februar 2009
Tutschku-Porträt auf MDR Figaro


Unter der Überschrift „Musik aus dem Computer - Der Komponist und Harvard Professor Hans Tutschku“ sendet MDR Figaro am Donnerstag, 12. Februar, um 20.00 Uhr in der Reihe „Neue Musik“ ein zweistündiges Porträt des 1966 in Weimar geborenen Klangkünstlers. Im Gespräch mit Redakteur Mario Plath werden wesentliche Aspekte seines Schaffens beleuchtet und Werke aus verschiedenen Schaffensperioden vorgestellt.



11. Februar 2009
Duo „Klang-Zeichen“ (Weimar)  gastiert in Brüssel


Im Rahmen der Ausstellung „Bauhaus Weimar und internationale Avantgarde – Das Beispiel Karl-Peter Röhl“ gastiert das Duo „Klang- Zeichen“ (Weimar) am 11. Februar mit einem aussergewöhnlichen Programm in der Vertretung des Freistaates Thüringen bei der Europäischen Union in Brüssel.

Karl-Peter Röhl (1890-1975), der 1912 bis 1914 die Großherzoglich- Sächsische Kunstschule in Weimar besucht hatte, kam 1919 als Meisterschüler und Jungmeister ans Bauhaus. 1922 gehörte er zu den Teilnehmern des Internationalen Kongresses der Dadaisten und Konstruktivisten in Weimar. Daran anknüpfend steht die Aufführung unter dem Motto „Bauhaus- und Dada-Impulse im Konzert”.

Die Ausführenden sind:

Daniel Hoffmann,
Trompete/Flügelhorn/Stimme/Klangerzeuger, und
Michael von Hintzenstern,
Klavier/Harmonium/Stimme/Röhrenradio.



21. Januar 2009
Hans Tutschku zu Vorträgen und Konzert in Köln


Hans Tutschku (geboren 1966 in Weimar, seit 2004 Kompositions- professor an der Harvard Univercity Boston) ist am Mittwoch, 21. Januar, in der Reihe “Komposition und Musikwissen- schaft im Dialog” der Abteilung “Musik der Gegenwart” am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln zu Gast. Dabei spricht er über “Ambisonics und physikalische Modelle zur Steuerung von Raumklang” und stellt ausserdem “Analytische Betrachtungen zum Raum” in seiner 24-kanaligen elektro- akustischen Komposition >Zwei Räume< (2008) an.

Zeit: Mittwoch, 21. Januar 2009, 18.00 Uhr
Ort:
Musiksaal der Universität zu Köln, Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Außerdem ist ihm ein Konzert in der Konzertreihe “Raum-Musik” gewidmet. Auf dem Programm stehen:

* Rojo (2004) - 8-kanalige elektroakustische Komposition
* Hommage à Laszlo Moholy Nagy (1988) -
   2-kanalige elektroakustische Komposition
* Distance liquide (2007) -
   8-kanalige elektroakustische Komposition
* Durchdringung (1987) - 2-kanalige elektroakustische Studie
* Das Bleierne Klavier (2000) - für Klavier und 8-kanalige Elektronik
* Zwei Räume (2008) - 24-kanalige elektroakustische Komposition

Zeit: Freitag, 23. Januar 2009, 20.00 Uhr
Ort:
Musiksaal der Universität zu Köln, Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Klangregie und Klavier: Hans Tutschku

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