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Veranstaltungen 2012

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Januar


Unerhörtes: Diesen Donnerstag
Konzert des Ensemble Neue Musik mit Uraufführung

Seit mehreren Semestern wird das Ensemble Neue Musik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar von Christof M Löser geleitet, ein ausgewiesener Experte auf dem kniffligen Gebiet der zeitgenössischen Musik. Jedes Semester gibt es intensive Proben- phasen, in denen sich die mutigsten Studierenden an wahrhaft „Unerhörtes“ herantrauen. So auch beim bevorstehenden Semester- konzert des Ensembles am Donnerstag, 19. Januar 2012 um 20:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus, zu dem um 19:00 Uhr eine Konzert- einführung an gleicher Stelle angeboten wird.

Einen weiten Bogen spannt das Programm – sowohl in der Besetzung der einzelnen Werke als auch in der Verschiedenheit der gebotenen Klangwelten. So wird in Matthias Spahlingers „phonophobie“ (1972) für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott die klassische Quintettbesetzung für Bläser in ihr klangliches Extrem geführt, das von jedem Spieler ein Maximum an Experimentierfreude verlangt. Der Bassklarinettist Christoph Schneider spielt als Solist in Iannis Xenakis düster-mysteriösem Werk „Échange“ für Bassklarinette und Ensemble, das 1989 entstand. Hinzu kommen die Uraufführung des Werkes „Ecclesiastes / Kohelet“ aus der Feder von Alex Vaughan sowie Stücke von Ali Gorji, Witold Lutoslawski und York Höller.

 

Proklamation der Dada-Dekade Weimar 2022

Start am 13. Januar in der Galerie Markt 21 - Konzertierte Aktion am 7. Mai auf dem Marktplatz


Vor 90 Jahren fand vom 25. bis 27. September 1922 in Weimar und Jena ein "Internationaler Kongress der Dadaisten und Konstruk- tivisten" statt. Während dieses einzigartige Treffen damals in der Klassikerstadt ignoriert wurde, soll nun auf Initiative von Weimarpreisträger Michael von Hintzenstern mit der Proklamation der "Dada-Dekade 2022" das 100. Jubiläum des Ereignisses gebührend vorbereitet werden.

An dem einzigartigen Treffen nahmen 1922 aus dem Westen der dadaistische Freundeskreis um Hans Arp, Kurt Schwitters und Tristan Tzara und aus dem Osten die Suprematisten und Konstruktivisten um El Lissitzky und Lászlo Moholy-Nagy teil. 

Die “Dada-Dekade Weimar 2022” soll Bekenntnis zur Moderne sein und Entwicklungen aufzeigen, die  seither - vor allem aus dem Umfeld des Bauhauses - von Weimar ausgingen. Ob Multimedia, DJ-Bewegung oder Happening - stets lassen sich frühe Wurzeln in der Stadt finden. Dabei geht es nicht um kollektive Denkmalpflege, sondern um eine Mobilisierung der schöpferischen Kräfte, die heute in der "freien Szene" existieren.

Die Galerie Markt 21 und die Klang Projekte Weimar laden am Freitag, 13. Januar, um 21 Uhr unter dem Titel "Neujahrsempfang" zum Start der Dada-Dekade 2022 in die Räume der Galerie ein. 

Unter Einbeziehung des Publikums musiziert und rezitiert das Duo "Klang-Zeichen": Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn/Röhren- radio/ Rezitation, und Michael von Hintzenstern, Harmonium/ Röhrenradio/Kassetten-recorder/Rezitation. Danach bietet sich bei guten Getränken die Chance, im dadaistischen Small Talk die nächsten Aktionen zu diskutieren.

So ist am Abend des 7. Mai eine "Konzertierte Aktion" auf dem Markplatz in Weimar geplant, bei der es zu einem vielstimmigen Bekenntnis zur Avantgarde kommen soll. Das Angebot reicht hier vom Absurden Chor über eine Schrottkapelle bis zum wandelnden Blasorchester. Gesucht wird eine große Schar kreativer Mitwirkender, die hiermit aufgerufen sind, eigene Beiträge beizusteuern!!!

Als Medienpartner wird Radio LOTTE Weimar das Gesamtprojekt begleiten.

Dem folgen weitere Beiträge am 14. Juni zum Sommerfest des Musterhauses Am Horn sowie am 30. Juni ein abendfüllen- des "Sound Art Happening" im Gaswerk!


Kontakt:
Klang Projekte Weimar, 99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26,
Michael von Hintzenstern, Telefon: 0162 / 40 780 24
E-Mail: hintzenstern@gmx.de

 

"Musik baut Brücken"

Live-Musik & TanzTheater im "KleineKunst Theater" Erfurt

Der Zyklus "Aktion-Erfurt-Nord" bringt an 12 Veranstaltungs- terminen die Kunstformen Tanz, Theater und Live-Musik zusammen und ermöglicht fließende Übergänge zwischen ihnen. Zur Aufführung gebracht werden junge, moderne, experimentelle, tendenzreiche Produktionen mit Künstlern aus der Erfurter und der überregionalen Tanz-, Theater- und Musikszene. Dabei sind ausgewählte Produktionen zum Thema "Musik baut Brücken" zu erleben.

Künstlerische Leiterin der Veranstaltungsreihe ist die in Erfurt ansässige Choreografin Ester Ambrosino. Als Veranstalter fungiert das Tanztheater Erfurt e.V. Neuer Veranstaltungsort ist das "KleineKunst Theater", Vollbrachtstraße 17, 99086 Erfurt-Nord.

Herzliche Einladung zum Eröffnungsprogramm:
28. Januar 2012 | 20 Uhr

Strange | Improvisationsabend

Ester Ambrosino (Tanz) Michael von Hintzenstern (Harmonium)   Daniel Hoffmann (Trompete)  Gabriele Stötzer (Texte)

www.tanztheater-erfurt.de

 

Franz Liszt Stipendium 2011: Auszeichnung für den mexikanischen Komponisten Alejandro Montes de Oca Torres
 

Das alljährlich im Rahmen der Weimarer Meisterkurse vergebene „Franz Liszt Stipendium“ war erstmals für den Bereich akus- matische Musik (Musik für Lautsprecher) ausgeschrieben worden. Aus dem dreitägigen Kompositionsworkshop gingen zwei Teilnehmer besonders erfolgreich hervor: Der 30-jährige mexikanische Komponist Alejandro Montes de Oca Torres gewann das mit insgesamt 3000 Euro dotierte „Franz Liszt Stipendium“ der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, das ihm 2012 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar ermöglichen wird. Ein Förderpreis in Form einer Auftragskomposition (Uraufführung im Herbst 2012 in Weimar) ging an den 32-jährigen Amerikaner Aaron Einbond. 

„Beide junge Komponisten zeigten die Fähigkeit, Technologie mit persönlichem musikalischem Ausdruck zu verknüpfen“, begründete die dreiköpfige Jury ihr Urteil. Jurymitglieder waren Prof. Robin Minard (Vorsitz), Prof. Michael Obst (beide Kompositions- professoren der Weimarer Musikhochschule) sowie Prof. Franz Martin Olbrisch (Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden). Aus insgesamt rund 30 Bewerbungen hatte die Jury sieben Komponisten nach Weimar eingeladen, um bei dem Workshop im Rahmen der 52. Weimarer Meisterkurse ihre Werke vorzustellen. Unter den Teilnehmern befanden sich Amerikaner, Argentinier, Mexikaner, Chinesen und Deutsche. In zwei Konzerten hatten die jungen Komponisten Gelegenheit, ihre Werke zu präsentieren.

Alejandro Montes de Oca Torres, geboren 1980 in Mexiko City, lebt in Kopenhagen. Er studierte zunächst Gitarre an der „ ;Escuela Superior de Música” in México City bei Mario Beltrán del Río, Josefina Robles and Pablo Gómez. Parallel nahm er ein Kompositionsstudium bei Julio Estrada, Humberto Hernández Medrano und Carole Chargueron auf. Ergänzend kamen Workshops mit unter anderem Carlos Sánchez, Mario Lavista, Hebert Vásquez, Ake Parmerud and Françoise Barriere hinzu. Inzwischen hat der Mexikaner auch einen Master-Abschluss in elektroakustischer Komposition am „Royal College of Music“ in Stockholm. Dank eines UNESCO-Aschberg-Stipendium konnte er eine Zeitlang am „Institut International de Musique Electroacoustique“ in Bourges künstlerisch arbeiten. Neben rein akusmatischen Werken komponiert Alejandro Montes de Oca Torres auch Werke für Instrumente und Live-Elektronik.

Aaron Einbond, geboren 1978, New York, arbeitet derzeit als „Mellon Postdoctoral Fellow” für Komposition an der Columbia University. Neben seinem Doktorgrad im Fach Komposition, den er 2009 an der „University of California“ in Berkeley erlangte, blickt der Amerikaner auf eine Fülle von Studienerfahrungen zurück. So nahm er unter anderem Kompositionsunterricht bei Mario Davidovsky an der „Harvard University”, bei Robin Holloway an der „University of Cambridge“, bei Julian Anderson am „Royal College of Music“ in London und arbeitete zwei Jahre lang mit Yan Maresz am berühmten IRCAM in Paris. Kompositionsaufträge und Aufführungsmöglichkeiten boten ihm Neue-Musik-Ensembles wie "L'Instant Donné“, „Mosaik“ und „SurPlus“ sowie auch Klangkörpe r wie die „New York Chamber Symphony“ oder das „Cincinnati Symphony Orchestra“. Darüber hinaus erhielt Aaron Einbond eine Vielzahl an Preisen und Stipendien unter anderem vom „Aspen Music Festival“ und vom „Atlantic Center for the Arts“.

 

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Alejandro Montes de Oca Torres (links) und Aaron Einbond

 

Ruth Seehaber: Die »polnische Schule« in der Neuen Musik: Befragung eines musikhistorischen Topos.

 
Unter diesem Titel wurde jetzt die Dissertation von Dr. Ruth Seehaber, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena arbeitet, veröffentlicht. Ausge- hend von dem Begriff der »polnischen Schule«, der Ende der 1950er Jahre für die Komponistengeneration um Krzysztof Penderecki geprägt wurde, bietet diese Untersuchung nicht nur den ersten umfassenden Überblick über die polnische Neue Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit den deutsch-polnischen Musikbeziehungen in der Zeit des Kalten Krieges. Ihre Basis bilden dabei einerseits Analysen des polnischen und deutschen Musikschrifttums und andererseits Werkanalysen, deren Befunde in den jeweiligen politischen und historischen Kontext eingeordnet werden.

Das Buch ist im Böhlau-Verlag erschienen.

 

März


Premiere: Samstag, 3. März 2012 - 20 Uhr |  im stellwerk, Weimar
PROVIDURIUM – Bewegungs- und Tanztheater


Das Providurium – die verstetigte Baustelle – ist ein Zustand der uns in vielfältiger Form umgibt, so wie das Wort Baustelle zur Metapher für alles das dienen kann: was uns in Bewegung hält. Alles das an dem wir arbeiten und das wir, in seiner Herausforderung, zu lösen noch nicht imstande sind. Diesen Bewegungen haben sieben Akteure aus Erfurt, Weimar und Jena ihre Aufmerksamkeit gewidmet und haben sie zunächst als stille Beobachter begleitet und protokolliert. Aus den scheinbar banalen Choreographien des Alltags ist ein Stück entstanden das zwischen Bewegungs- und Tanztheater korrespondiert. Ob durch haptische Materialien, Sprache, Klang oder den Körper, es wurden Orte erkundet, analysiert und interpretiert. Das Fertige stand auf dem Prüfstand. Die Baustelle, ob im konkreten oder im übertragenden Sinne, wurde zur Denkfigur einer Gegenwart, wie sie auf den Straßen und in den öffentlichen Räumen Mittelthüringens zu finden war.

Begleitet werden die Performer von einem drei-köpfigen Team aus Sprach- und Soundarrangeuren. Den Raum um sie bildet eine Bühneninstallation welche aus den Bewegungen selbst eine Klanglandschaft entwickelt und uns so durch verschiedene (Klang-)Räume führt.

Das Projekt "Providurium" ist die Spielzeitinszenierung der stellwerker zum Spielzeitmotto 2011/2012: Wir sehen was, was du nicht siehst! 

Choreografie: Mandy Unger
Regie, Szenografie & Textarrangements: Lucian Patermann
Performer: Anja Amling, Anna Etienne, Dorothee Krautwurst, Franziska Burkhardt, Nannette Schröter, Paris Legakis, Valentin Schmehl
Sprecher: Martin Werner, Franziska Burkhardt
Soundinstallation & Arrangement: Philipp Wartenberg, Ives Schachtschabel Theaterpädagogische Begleitung: Stefanie Heiner Kostümbild: Andrea Wöllner Bühnenbildassistenz: Maxie Götze Grafik: Frank Martin Dietrich

weitere Termine:
So, 04.03.2012 um 20:00 Uhr
Mo, 05.03.2012 um 20:00 Uhr

 

Auftragskunst in der Musik

Vortrag am 7. März im ACC Weimar (Burgplatz 1)
 

Die aktuelle Ausstellung der Weimarer ACC Galerie „i.A.“ behandelt u.a. die Prozesse der sogenannten Auftragskunst. Um ein bisschen vom Genre der bildenden Kunst abzurücken und weitere künstlerische Facetten zu betrachten, widmen sich die Organisatoren am Mittwoch, 7. März 2012, 20:00 Uhr der Auftragskunst in der Musik! Andreas Max Martin spricht über die Fesseln der Genialität. Und fragt: „Ist Kunst im Auftrag künstlich?“
 

Komponisten befinden sich bisweilen in einem Spagat zwischen monetärer Inspiration und auftraggeberischem Korsett. Kreativität auf Befehl ist selten möglich, daher komponieren viele Musiker «auf Halde» und liefern das Produkt je nach Situation und Anforderung aus. Dominiert das Glück des Künstlers ob der Nachfrage oder schwebt das Damoklesschwert der Einmischung des Auftraggebers über der noch ungeborenen Komposition? Die Geschichte der Musik ist berstend prall angefüllt mit interessanten Konglomeraten aus schöpferischer Meisterleistung i.A., Mittelmaß i.A. und Ideenlosigkeit i.A.! Genreübergreifend werden Jahrhunderte und Kontinente durchstreift nach musikalischen Schöpfungen und den spannenden Umständen ihrer Entstehung. Den Zuhörer erwartet eine unterhaltsame verbale und akustische Beleuchtung der Entstehungsgeschichte von Musik aus (vor-)gegebenem Anlass. Andreas Max Martin, selbst diplomierter Berufsmusiker, der Musik und ihrer Geschichte Verschriebener, kommt und erzählt. Kultur als Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft. Der Fachtag soll dazu ermutigen, Kirchen neu zu beleben.

 

Kleinkunstfestival "Grenzgänger" in Thüringer Kirchen

Am 24. März in Erfurt: "Kirche und Kultur auf dem Lande"

 

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat die höchste Kirchendichte in ganz Deutschland, doch immer weniger Kirchen werden regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Bei einem Fachtag unter dem Motto "Kirche und Kultur auf dem Lande" geht es am 24. März in der Erfurter Predigerkirche darum, wie die Gebäude belebt werden können. Kultur soll dabei als Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft dienen. Ilse Junkermann, Landesbischöfin der EKM, ist mit einem Grußwort zu Gast. Anmeldungen zu dem Fachtag sind noch möglich: Gemeindedienst der EKM, Tel. 036202-771799 oder rene.thumser@ekmd.de. René Thumser vom Gemeindedienst bereitet den Fachtag vor. "Aus unterschiedlichen Gründen werden viele Kirchengebäude im ländlichen Raum nicht mehr wöchentlich für gottesdienstliche Veranstaltungen genutzt. Die Funktion von Kirche und ihren Gebäuden wird dadurch in der Gesellschaft immer schwieriger erkennbar. Zudem ist die Bevölkerungsentwicklung gerade im ländlichen Bereich der EKM rückläufig", resümiert der Referent für Großveranstaltungen. In den Mittelpunkt des Treffens stellt er die Frage, durch wen, womit und wie Kirchengebäude beseelt, belebt und genutzt werden können. Als Denk-Anstoß zitiert er Dietrich Bonhoeffer: "Kultur ist der Spielraum der Freiheit".

Der Fachtag will unter anderem dazu anregen, zum Gespräch mit kompetenten Gästen aus Kirche und Gesellschaft einzuladen. Außerdem sollen ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter aus Kirchengemeinden im ländlichen Bereich ermutigt werden, Kulturveranstaltungen im Rahmen des 1. Thüringer Kleinkunstfestivals "Grenzgänger" zu organisieren. Für das Festival vom 15. August bis 30. Oktober 2012 werden alle nötigen Informationen vermittelt. In einer Kontaktbörse geben Künstler Einblicke in konkrete Angebote. Referenten sind Dr. Frank Hiddemann, Kulturbeauftragter der EKM, und Michael Madjera, Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Kunst in Kirche und Gesellschaft. Der Verein organisiert seit 16 Jahren das Kleinkunstfestival "Grenzgänger" in Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen im Internet: www.grenzgaengerfestival.de

 

“Anti-Oper” von Kurt W. Streubel und Siegfried Geißler
Literarisch-musikalisch-grafischer Abend in Erfurt
 

Am 29. März gibt es in Erfurt ein besonderes kulturelles Ereignis: Siegfried Geißler präsentiert Kurt W. Streubel.

Es ist ein Ereignis für Augen, Ohren und Verstand mit mehreren historischen Komponenten. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Haus Dacheröden, Anger 37.

Kurt W. Streubel ist einer von den widerspenstigen, unbequemen und (zumindest von der Stasi) unverstandenen Künstlern gewesen, für die heute die DDR-Kunst geschätzt wird.

Siegfried Geißler, Komponist, Dirigent, SED-Mitglied und dennoch eigensinniger Kopf war sein langjähriger Freund und Mäzen. Und er war – nach dem Austritt aus der SED im September 1989  - einer der führenden Köpfe der Revolution in Suhl, erster Alterspräsident des Thüringer Landtags. Geißler, Jahrgang 1929!, lag viel daran, diese Würdigung in der Thüringer Landeshauptstadt zu platzieren. Deswegen freue ich mich, dass der Verein der ehemaligen Abgeordneten sich daran beteiligt. Geißler präsentiert Texte und projiziert Bilder von Streubel, Rudolf Hild bietet eigenen Kompositionen zu Streubel Texten.

Besonderer Dank gilt dem Angermuseum Erfurt, das nur zu diesem Abend Streubel - Grafiken aus seiner Sammlung im Haus Dacheröden zeigen wird.

Erstmals sind auch die Stasi-Akten zu Kurt Streubel gesichtet worden: Eine Geschichte von Verständnislosigkeit und Kleingeist, die Streubel über lange Jahre die Anerkennung als Künstler und damit die soziale Lebensgrundlag
e verweigerte.

Flyer

 

April


Sondershäuser Kompositionsstipendium 2012
 

Im Zuge der Sonderhäuser Musiktradition schreibt die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, in Kooperation mit der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH und der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesel- lschaft mbH, jährlich zwei Kompositionsstipendien in Höhe von jeweils 5.000 € als Aufenthaltsstipendien in der Landesmusik- akademie aus.

Mit den Stipendien sollen konkrete, besonders anspruchsvolle Kompositionsvorhaben unterstützt werden, deren Ergebnisse auch vor Ort aufgeführt werden sollen. Die Ausschreibung wendet sich an begabte und interessierte vorwiegend jüngere, noch nicht etablierte Komponistinnen und Komponisten, denen ein intensiver künstlerischer Arbeitsprozess ermöglicht werden soll. Die Präsentation des Arbeitsergebnisses soll zeitnah nach Abschluss des Aufenthaltes durch das Lohorchester Sondershausen erfolgen.
 

Bewerbung
 

Zur Teilnahme am Auswahlverfahren für ein Stipendium ist eine Eigenbewerbung erforderlich. Das Bewerbungsschreiben soll folgende Angaben enthalten:

- Beschreibung des Arbeitsvorhabens mit möglichst konkreten Besetzungsvorstellungen
- Empfehlungsschreiben, Presseartikel etc.
- kurzer musikalischer Lebenslauf mit Angabe gewonnener Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben (Kopien der Urkunden bitte beifügen)
- beabsichtigter Zeitraum des Akademieaufenthaltes
- Die Bewerbungen müssen bis zum 01.04.2012 eingegangen sein.

Das Stipendium wird für drei Monate im Herbst 2012 bewilligt.;
 

Weitere Hinweise

Die Summe des Stipendiums gliedert sich in 3.500€ für Übernachtung inkl. Vollverpflegung in der Akademie und in ein Preisgeld in Höhe von 1.500€ bei Einreichung des Werkes beim Lohorchester Sondershausen. Über dessen Annahme und Aufführung entscheidet der GMD des Lohorchesters.

Über die Auswahl der Kandidaten entscheidet eine Jury unter Vorsitz des Direktors der Landesmusikakademie.

Die Zusage zur Teilnahme verpflichtet den Stipendiaten, spätestens nach Ablauf der drei Monate das Werk beim Lohorchester einzureichen. Die Herstellung des Orchestermaterials wird vom Stipendiaten erwartet. Die GEMA-Gebühren sowie die Bewerbung der Aufführung im Rahmen der Sinfoniekonzertreihe übernimmt die Theater Nordhausen / Loh-Orchester GmbH.

Von den Stipendiaten wird erwartet, dass sie in angemessenen Abständen vom Stand ihrer Arbeit berichten und sich in das Kulturleben der Stadt Sondershausen aktiv einbringen.

Kontakt: Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen e.V.
Telefon: 0 36 32 / 666 280
Fax: 0 36 32 / 666 282 5
99706 Sondershausen, Lohberg 11
info@landesmusikakademie-sondershausen.de

 

Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik
 

Die 13. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik finden vom 11.-15. April 2012 statt.

Auch in diesem Jahr bieten die Weimarer Frühjahrstage ein abwechslungsreiches Programm, welches von Workshops über Orchester-, Jazz- und Kammermusik bis hin zu Vorträgen und Filmen reicht.

Der Festivalfokus liegt jedoch auf dem Bereich Videokunst. So wurde der Kompositionswettbewerb im Bereich Kammermusik zu einem Kunstvideo ausgeschrieben und "Music Reflexion" - ein multimediales europäisches Projekt der Staatsphilharmonie Timisoara (Rumänien) unter Leitung von Walter Hilgers nach Weimar eingeladen.

Ein besonderer Höhepunkt wird auch das gemeinsame Konzert des Landesjugendensembles für Neue Musik Thüringen mit dem 2011 neugegründeten Jugendensemble für junge Musik Basel unter Leitung des Schweizer Violinenvirtuosen Egidius Streiff sein.

www.via-nova-ev.de

 

"KLANG - RAUSCH - ORGEL"
 startet in Erfurter Michaeliskirche
 

Die 2009 unter dem Titel "KLANG - RAUSCH - ORGEL"  gestartete Konzertreihe, die sich in verschiedenen Orten Thüringens speziell experimenteller Orgelmusik widmet, wird auch 2012 fortgesetzt. Der Auftaktabend findet am Freitag, 27. April, um 20.30 Uhr in der Michaeliskirche Erfurt mit Michael  von Hintzenstern (Weimar) an der Compenius-Rühle Orgel statt. Er ist als Angebot gedacht, sich zu nächtlicher Stunde in der durch Kerzen illuminierten Kirche neuen Erlebniswelten  zu öffnen. Dabei geht es vor allem um geheimnisvoll changierende Orgelklänge, die mit halb gezogenen Registern erzeugt werden.

Im Zentrum steht anlässlich seines 100. Geburtstages ein Abschnitt aus John Cages Komposition "As Slow As Possible" (so langsam wie möglich), die in der Halberstädter St.-Burchardi-Kirche seit Beginn des neuen Jahrtausends in einer "Langzeitversion" mit einer Gesamtdauer von 639 Jahren realisiert wird. Außerdem erklingen „Verkürzung“ aus Karlheinz Stockhausens Zyklus "Für kommende Zeiten" sowie Improvisationen von Michael von Hintzenstern.

Die Ev. Stadtmission Erfurt und die Klang Projekte Weimar e.V. laden zu diesem Konzert herzlich ein. Der Eintritt ist frei - um eine Spende wird gebeten. In weiteren Konzerten an der Liszt-Orgel in Denstedt (bei Weimar) kommt am 16. Mai (20 Uhr) und 16. Juni (17 Uhr) eine eigens angeschaffte Winddrossel zum Einsatz, mit deren Hilfe der Orgelklang zum Fließen gebracht werden kann. Es musizieren Domenik Susteck (Kunststation Sankt Peter, Köln) und Michael von Hintzenstern (Weimar).

 

 

 

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