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Festivals und Konzerte

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Förderung für Weimarer Festival

Ernst von Siemens Musikstiftung unterstützt 29. Tage Neuer Musik
 

Die 29. Tage Neuer Musik in Weimar (26. bis 29. Oktober) werden von der Ernst von Siemens Musikstiftung (München) mit 10.000 Euro gefördert.

Das Festival widmet sich seit seiner Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2016 lautet es: “Global – Lokal”. Im Fokus stehen weltumspannende Perspektiven, aber auch die Frage, was Komponieren im digitalen Zeitalter bedeutet. Dem wird in sieben Programmen mit internationalen Gästen nachgegangen.

“Wir betrachten es als besondere Ehre, bereits zum sechsten Mal von der Ernst von Siemens Musikstiftung unterstützt zu werden”, freut sich Michael von Hintzenstern, der Künstlerische Leiter des von den Klang Projekten Weimar veranstalteten Festivals

 

29. Tage Neuer Musik in Weimar (26.-29.10.2016):

GLOBAL - LOKAL
 

Die Tage Neuer Musik in Weimar widmen sich seit ihrer Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2016 lautet es: Global – Lokal. Im Fokus stehen weltumspannende Entwicklungsperspektiven zeitgenössischer Musik, aber auch die Frage, was Komponieren im digitalen Zeitalter bedeutet. Dem wird in sieben Programmen nachgegangen.

Das Minguet- (Streich-) Quartett (Köln), das 2010 mit dem „ECHO KLASSIK“ ausgezeichnet wurde, stellt Kompositionen von Wolfgang Rihm, Roberto Rusconi, Konstantia Gourzi und Peter Ruzicka gegenüber.

Um eine Erweiterung des Klavierklanges geht es im Programm des Berliner Pianisten Frank Gutschmidt, der neben Solo-Versionen aus Karlheinz Stockhausens Zyklen LICHT (Die sieben Tage der Woche) ein neues Werk von Hans Tutschku darbietet, der 1966 in Weimar geboren wurde und seit 2004 Kompositionsprofessor an der Harvard University (Boston) ist: „Shadow of bells” (2015) for piano and electronics.

Das Stuttgarter OPEN_MUSIC QUARTETT (Violine, Violoncello, Klavier und Schlagzeug) präsentiert ein Werk des indisch-deutschen Komponisten Sandeep Bhagwati (*1963 in Mumbai), der seit seinem fünften Lebensjahr in Deutschland lebt: “Miyagi Haikus (2011) - For any solo-instrument, instrument combinations or ensembles”. Es ist den Opfern der Tsunami-Katastrophe von Fukushima gewidmet.
Außerdem spielt es “resonating lines” (2015) von Hans Tutschku, das von ihm in Auftrag gegeben und am 3. Dezember 2015 uraufgeführt wurde.

Um eine Annäherung an das Festival-Thema geht es auch in einem Improvisations-Projekt, das horizontale und vertikale Verbindungen rund um den Globus zeichnet, indem es kulturelle Herkünfte und improvisatorische Ansätze miteinander verschränkt. Die beiden Musiker Geoff Gersh (NYC/USA) und Joss Turnbull (Mannheim) sind sowohl mit der abendländischen als auch mit der asiatischen bzw. orientalischen Musiktradition vertraut. Beide schaffen eine Balance zwischen Tradition und Experiment mit den Instrumenten der japanischen Laute Samisen und der iranischen Kelchtrommel Tombak. Ludger Hennig (Weimar) und Stefan Schultze (Berlin) beschäftigen sich mit der elektroakustischen bzw. analogen Transformation des Instrumentenklangs und verfolgen auf diese Weise vertikale Ansätze improvisatorischer Strategien. Als Ergebnis entstehen Kreuzungen und Verschränkungen unterschiedlicher Spielweisen und verbinden diese im gleichzeitigen Klang.

Das vor 35 Jahren gegründete “Ensemble für Intuitive Musik Weimar” (EFIM)(Trompete/Flügelhorn; Violoncello/Obertongesang; Live-Elektronik; Tasteninstrumente), das seither in 30 Ländern gastierte, brachte von seinen Reisen zahlreiche “Soundscapes” (Klangschaften der natürlichen und technischen Welt) mit, die für die jeweilige akustische Identität von Orten charakteristisch sind. Aus diesem Reservoir lokaler und globaler Soundscapes wird in Echtzeit eine mehrteilige Klangkomposition geformt, wobei die live-elektronische Bearbeitung eine wesentliche Rolle spielt.

Die gute Zusammenarbeit mit dem Studio für elektroakustische Musik (SEAM) der Hochschule für Musik und Bauhaus-Universität wird mit zwei Konzerten des Lautsprecherorchesters in der Coudraystraße 13A fortgesetzt. Dabei wird der 90. Geburtstag von Francis Dhomont (Avignon), einem der Urväter der Akusmatischen Musik, gefeiert, der neben Karlheinz Stockhausen, Henry Pousseur und Christian Wolff zu den “Ehrenpatronen” des Festivals gehört.

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Francis Dhomont feiert in Weimar seinen 90. Geburtstag

Außerdem gibt es ein Programm, in dem aktuelle Arbeiten von Kompositionsstudenten aus dem Harvard University Studio for Electroacoustic Composition (HUSEAC) und dem Studio für elektroakustische Musik Weimar (SEAM) präsentiert werden.

 

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