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Einen bedeutenden Schwerpunkt der Hochschule für Musik Franz Liszt in der Ausbildung junger Musiker bildet die zeitgenössische Musik. Ganz im Sinne des Namensgebers fördert die Hochschule in ihrer über 125jährigen Geschichte neue und neueste Musik in den Bereichen Komposition und Interpretation. Die Einrichtung eines Studios für elektroakustische Musik (SeaM) unterstreicht den Willen zum möglichst breiten und vielseitigen Lehrangebot. Die Koor- dinierung dieser Aktivitäten führte 1997 zur Gründung des Instituts für Neue Musik.
Studium
Organisation und Ausrichtung des Studienganges Komposition stehen im Zentrum der Aufgaben des Institutes für Neue Musik. Dabei hat ein grundlegender Kompositionsunterricht unter Einbeziehung der Fächer Musiktheorie, Dirigieren und instrumentales Schwerpunktfach eine ebensolche Bedeutung wie Seminare über elektroakustische Musik, erweiterte Akustik sowie Projektarbeit mit Instrumentalisten. Spezialkurse wie Musikethnologie, Berufskunde und Multimedia tragen dem Ziel nach möglichst breiter Information Rechnung.
Das Kompositionsstudium dauert 10 Semester und ist in ein Grundstudium / Bachelor (4 Semester) und ein Hauptstudium / Master (6 Semester) untergliedert. Als Schwerpunkte des Studiums können Komposition für Instrumente und elektroakustische Kompo- sition gewählt werden. Ein viersemestriges Aufbaustudium, ein postgraduales Studium elektroakustische Komposition (4 Semester) sowie ein Kompositionsstudium in der Meisterklasse (Aufbaustudium Konzertexamen) sind möglich.
Den Zugang zum Kompositionsstudium regelt eine Aufnahmeprüfung. Neben den Fächern Musiktheorie, Gehörbildung und dem instrumentalen Schwerpunktfach findet eine mündliche Prüfung im Hauptfach Komposition statt, bei der mindestens drei eigene Kompositionen vorgelegt werden müssen. Weitere Auskünfte über Studium und Aufnahmeprüfung sind bei der Abteilung „Akademische und Studentische Angelegenheiten“ erhältlich.
Konzerte und Workshops
Das Institut für Neue Musik veranstaltet in jedem Studienjahr öffentliche Konzerte. Sie haben ihren festen Stellenwert innerhalb der Hochschule wie auch im Musikleben der Stadt Weimar und dienen mehreren Zwecken:
- Aufführungen neu entstandener Kompositionen aus den Kompo- sitionsklassen auch im Austausch mit anderen Musikhochschulen.
- Präsentation von Musik des 20. und 21. Jahrhunderts durch namhafte Interpreten als Ergänzung zum klassischen Konzert- angebot der Musikhochschule (z.B. Komponistenportraits, Recitals, elektroakustische Musik, „thematische“ Konzerte, etc.).
- Pflege nationaler und internationaler Kontakte im Bereich Komposition / Interpretation (immer wieder sind Komponisten und Interpreten aus verschiedenen Ländern Europas, Amerikas und Asiens für Konzerte und Workshops zu Gast)
- Dokumentation der Konzerte durch Mitschnitte für die Hochschul- Mediathek, zum Teil in Koproduktion mit Rundfunkanstalten.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft werden ausgewählte Konzerte durch Vorträge und Konzerteinführungen begleitet.
Kontaktadresse
Institut für Neue Musik Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Prof. Michael Obst (Komposition) Prof. Reinhard Wolschina (Komposition, Organisation, Konzerte, Workshops) Prof. Robin Minard (elektroakustische Komposition, SeaM) Platz der Demokratie 2/3 99423 Weimar Tel.: 03643 / 55 51 86 Fax: 03643 / 33 31 87 Internet: www.hfm-weimar.de
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