|
Der Oskar-Sala-Pavillon feiert Premiere!
Vom 25. September bis zum 3. Oktober ist der Pavillon auf der Elsteraue in der Greizer Neustadt (Oskar-Sala-Straße) für Besucher geöffnet.
Öffnungszeiten 26.09. – 30.09., täglich 15 – 19 Uhr
Eröffnung der Oskar-Sala-Ausstellung: Donnerstag, 30. September 2010, 17 Uhr
Filmvorführung “Oskar Sala – die vergangene Zukunft des Klangs”: (Dokumentarfilm, D1999, Ingo Rudloff/Oliver Rauch) Freitag, 1. Oktober 2010, 19 Uhr
Filmpräsentation “Die Fliegen”: (Experimentalfilm, D2010, Susann Maria Hempel) Samstag, 2. Oktober 2010, 19 Uhr
Greizer Neustadtfest: Sonntag, 3. Oktober 2010 Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos! Home: http://oskarsala2010.org/ Kontakt: jan.sieber@oskarsala2010.org Ein Projekt der Initiative “Oskar Sala 2010″ in Kooperation mit der IG Greizer Neustadt e.V. und der Bauhaus-Universität
23. Tage Neuer Musik in Weimar (28.10. - 31.10.2010)
Thema: „Reflexion & Inspiration“
Donnerstag, 28. Oktober, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, 20:00 Uhr:
„Universum Neuer Klaviermusik“
Frank Gutschmidt (Berlin), Klavier Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik/Klangregie Paul-Heinz Dittrich: Klaviermusik V (1995/96) “Hommage à Heiner Müller” sowie Kompositionen von Allain Gaussin, Luigi Nono und Hans Tutschku
Freitag, 29. Oktober, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, 20:00 Uhr:
„Theatralische Aktionen“
Sarah Sun (Stuttgart), Sopran Volker Hemken (Leipzig), Klarinette Olaf Tzschoppe (Freiburg), Schlagzeug Kompositionen von Georges Aphergis, Denis Cohen, Franco Donatoni, Martha Gentilucci, Gerards Pesson und Claude Lenners
Samstag, 30. Oktober, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, 20:00 Uhr:
Neue Spielarten improvisierter Musik
Sarah Sun (Stuttgart), Sopran Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM
Samstag, 30. Oktober, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, 21:30 Uhr:
Internationale Tendenzen elektroakustischer Musik
Hans Tutschku (Boston), Klangregie
Sonntag, 31. Oktober, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, 17:00 Uhr:
Neue Ansätze bei der Komposition für ein altes Medium
Sonar Quartett (Berlin): Paul-Heinz Dittrich: Streichquartett III „Nachmusik nach Novalis“ (1987) Walter Zimmermann: „Songs of Innocence & Experience“ (1996) für Streichquartett und Tonband
Veranstalter: Klang Projekte Weimar e.V., 99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26 Telefon: 03643 / 5 34 20, E-Mail: hintzenstern@gmx.de
Franz Liszt-Stipendium 2010 erhält der spanische Komponist Oliver Rappoport
Sieben Komponisten aus Italien, Spanien, Österreich, Deutschland und Mexiko hatten sich für die Teilnahme am Auswahl-Workshop in Weimar qualifiziert, die Jury überzeugen konnte ein Spanier: Der 29-jährige Oliver Rappoport wurde zum Franz Liszt-Stipendiaten 2010 der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar auserkoren. Ein dreimonatiges, mit insgesamt 3000 Euro dotiertes Aufenthalts- stipendium wird ihm somit im Jahr 2011 eine ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar ermöglichen.
Parallel zum Franz Liszt-Stipendium wurden zwei Förderpreise vergeben: Die österreichische Komponistin Manuela Meier sowie der Deutsche Stefan Beyer erhielten jeweils einen mit 750 Euro dotierten Kompositionsauftrag. Die Werke für Oboe solo oder für Oboe und Klavier werden mit Solisten des Ensemble Modern im Herbst 2011 in Weimar uraufgeführt. Aus insgesamt rund 35 Bewerbern hatte die Jury unter Vorsitz von Prof. Michael Obst eine Auswahl zum Kompositions-Workshop im Vorfeld der 51. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar eingeladen. Jurymitglieder waren neben Prof. Obst die Weimarer Professoren Robin Minard, Reinhard Wolschina und Prof. Albrecht von Massow sowie der Bremer Professor Christian Hommel.
Der gebürtige Spanier Oliver Rappoport studierte zunächst Komposition an der Universität von Chile und setzte seine Ausbildung an der Musikhochschule in Barcelona unter anderem bei Prof. Helmut Lachenmann fort. Meisterkurse und Auslandsstipendien führten ihn an das „Conservatoire Supérieur National de Musique“ und das IRCAM in Paris sowie an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Oliver Rappoport erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, u. a. 2006 den spanischen „First International Prize for Young Composers“ sowie 2007 den „First Prize for Composers“, ausgelobt vom „College of Spain“ in Paris. Kompositionsaufträge erteilten ihm unter anderem die PHONOS Stiftung, das „Sonor Ensemble“ sowie das Festival für zeitgenössische Musik „Festival Nous Sons“. Zu seinen Kompositionen zählen neben elektroakustischen Werken auch „Instrospección“ für Chor (2007), „Senderos“ für Ensemble (2008) sowie „Metanoia“ für Orchester (2009).
Kompositionsstipendium für den Thüringer Komponisten Peter Helmut Lang
Der in Weimar lebende Komponist Peter Helmut Lang erhält für die Monate August bis November ein Künstler-Stipendium des Landes Sachsen-Anhalt. Das Stipendium beinhaltet einen Arbeitsaufenthalt auf Schloss Hundisburg bei Magdeburg und wird in Höhe von 1.000 Euro pro Monat durch das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Lang gewann die bundesweite Ausschreibung des Kultusministeriums, die sich vorrangig an junge Künstlerinnen und Künstler richtet, die mit ihrer Arbeit bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Im letzten Jahr war das Stipendium für den Bereich Literatur ausgeschrieben und fand ein großes Echo, dieses Jahr waren Künstler der Sparte Musik/Komposition aufgerufen, sich zu bewerben.
Ermöglicht wird der Aufenthalt in Hundisburg im Zusammenwirken des Kultusministeriums in Magdeburg mit der Stadt Haldensleben. Lang freut sich, die Herbstmonate im “Land der Frühaufsteher” zu verbringen. Besonders, da im Weinberghaus des Schlosses Hundisburg gute Arbeitsbedingungen für einen Künstlerstipendiaten geschaffen wurden. Schloss Hundisburg liegt mitten in einer Kulturlandschaft und wartet mit einem reichen Angebot auf. Unter anderem findet dort auch eine Sommermusikakademie mit Prof. Rolf-Dieter Arens, dem Rektor der Weimarer Musikhochschule, statt. Peter Helmut Lang erhielt bereits mehrfach Stipendien, unter anderem der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen. Sein Werk wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, zuletzt war er nominiert als Finalist für den British Composer Award 2009.
Ruth Seehaber: Die »polnische Schule« in der Neuen Musik: Befragung eines musikhistorischen Topos.
Unter diesem Titel wurde jetzt die Dissertation von Dr. Ruth Seehaber, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena arbeitet, veröffentlicht. Ausge- hend von dem Begriff der »polnischen Schule«, der Ende der 1950er Jahre für die Komponistengeneration um Krzysztof Penderecki geprägt wurde, bietet diese Untersuchung nicht nur den ersten umfassenden Überblick über die polnische Neue Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit den deutsch-polnischen Musikbeziehungen in der Zeit des Kalten Krieges. Ihre Basis bilden dabei einerseits Analysen des polnischen und deutschen Musikschrifttums und andererseits Werkanalysen, deren Befunde in den jeweiligen politischen und historischen Kontext eingeordnet werden.
Das Buch ist im Böhlau-Verlag erschienen.
|